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Die Tour mit Sick Of It All, Most Precious Blood und Bleeding Through war sicherlich eine der Konzerthöhepunkte im noch jungen Jahr. Da ich alle drei Bands sehr schätze, es aber unmöglich ist mit allen drei Bands am selben Abend einzeln zu Interviewen habe ich mich dafür entschieden ein Experiment zu wagen und alle drei Bands gleichzeitig zu interviewen. Von Bleeding Through konnte leider keiner teilnehmen da sie nach der Show in will gleich weiterfahren mussten. So blieben also nur noch die beiden Sänger Lou von Sick Of It All und Rob von Most Precious Blood übrig. Das Interview entwickelte sich zu einem sehr coolen und lustigen Gespräch.

Lasst uns zuerst etwas über diese Tour reden. Wie ist sie zustande gekommen?

L: Alles hat damit angefangen als wir unsere Europa Tour gebucht haben. Wir haben uns nach Bands umgesehen die wir mitnehmen können. Es sollten natürlich Bands sein die wir mögen. Auf das neue Album von Most Precious Blood fahren wir alle total ab. Wir kennen die Jungs schon seit ihrer Zeit bei Indecision. Aber nicht nur weil wir Freunde sind, auch weil wir die Band respektieren und sehr mögen haben wir beschlossen sie mit zu nehmen. Nachdem wir das neue Album hörten waren wir sehr beeindruckt. Wenn man auf eine längere Tour geht und es darum geht jemanden mitzunehmen mit dem man den Bus teilen muss, kann man natürlich auch auf Risiko gehen und Fremde mitnehmen. Wir hatten aber das Glück, dass sie gerade ein großartiges Album veröffentlicht haben und gute Freunde von uns sind. Also war klar, dass wir sie mitnehmen.
Wir brauchten aber noch eine dritte Band und haben einige Bands gefragt. Leider konnte niemand mitkommen. Give Up The Ghost hatten beispielsweise keine Zeit. Jemand hat dann Bleeding Through vorgeschlagen, wir haben uns das Album angehört und waren überrascht da es natürlich ein völlig anderer Stil ist. Für mich machen diese ganzen Orange County Bands das was deutsche Metalbands in den 80ern gemacht haben. Es ist ein anderer Stil von Hardcore. Wenn du dir mal anschaust welche Bands wir früher schon mitgenommen haben, wirst du feststellen dass wir schon immer unterschiedliche Bands mit auf Tour genommen haben, wie Strife, The Explosion, Rise Against. Wir haben gern etwas Abwechslung.

R: Die Tour ist großartig. Mit Abstand eine der besten Touren die ich in meinem Leben als Musiker, also den letzen 10 Jahren, gemacht habe. Ich glaube nicht dass Most Precious Blood mit einer besseren Band als Sick Of It All auf Tour gehen kann. Wir hatten Glück damit, dass unsere Platte von der Szene gut aufgenommen wurde und auch die Platte von Sick Of It All ist großartig. Es ist für beide Bands ein guter Zeitpunkt. Alle Shows sind ausverkauft oder zumindest fast ausverkauft. Wir hatten einen wirklich guten Start. Jeder kommt gut mit dem anderen klar. Die Moral ist hoch. Ich klopf auf Holz, die Tour ist wirklich gut. Die Organisation ist sehr gut und alles ist sehr aufregend.

L: Ich wünschte wirklich, dass jemand von Bleeding Through auch hier wäre. Mich würde ihre Reaktion interessieren. Du (meint Rob) weißt genau, dass erste Europa Touren normalerweise nicht so sind. Wir hatten unsere erste 1992. Wir waren in einem Van unterwegs und spielen 37 Shows in 38 Tagen. Die erste Europa Tour ist normalerweise sehr hart. Die Clubs sind scheiße und man schläft wo man kann. Nicht, dass Bleeding Through es jetzt so einfach hätten aber sie spielen zumindest in ausverkauften Läden und bekommen etwas zu essen und einen Platz zum schlafen. Mich würde ihre Sichtweise auf die Tour interessieren.

R: Wir sind damals durch die Hölle gegangen und diese Jungs (zeigt auf Lou) haben definitiv mehr gelitten als irgendjemand anders in Hardcore.

Stimmt das?

L: Ich weiß nicht ob das stimmt. Ich bin sicher dass die Bands die vor uns hier waren wie Agnostic Front, Youth Of Today und Gorilla Biscuits es vielleicht noch ein Stückchen härter hatten. Viele Leute haben das nicht durch gestanden. Deswegen hat Richie damals die Band verlassen. Das war nach unserer ersten Europatour. Er sagte uns, dass er so nicht mehr leben könne. Er mochte es komfortabel. Es kommt immer darauf an wie sehr man etwas liebt. Wir haben damals beschlossen die Band nicht aufzulösen, weil wir eben dies so sehr lieben.

R: Lass mich gesagt haben, das unsere Lebensart nicht für jeden das Richtige ist. Die Kids haben diese Traumvorstellungen davon, dass wir nichts tun als saufen, Drogen nehmen und ausschlafen. Was mich betrifft stimmt das auch, bis auf das mit dem saufen und den Drogen?haha. Nein, im Ernst so ist es einfach nicht. Es ist ein sehr schwieriger Lebensweg der nichts für Leute ist die nicht aus dem selben Holz geschnitzt sind wie Most Precious Blood, Sick Of It All, Black Flag oder irgendeine Band die mehr als die Hälfte des Jahres auf Tour ist. Das ruiniert teilweise auch Bands. Manche Bands haben keine so gute interne Chemie und sind vielleicht auch noch nicht so gefestigt. Bei ersten Touren geht es in meinen Augen generell darum erst zu lernen wie das Leben auf Tour ist und die interne Band Chemie aufzubauen. Auf Tour lernt man erst was man auf der Straße zu erwarten hat. Ich versuche jeden dazu zu ermutigen. Geht raus, schaut euch die Welt an und nehmt so viel mit wie ihr könnt. Trefft so viele neue Leute wie möglich werdet ihnen überdrüssig und geht wieder nach Hause. Versucht es und schaut was passiert.

Ich höre oft, dass europäische Touren generell sehr viel angenehmer seien als amerikanische.

L: Wie die Clubs dich behandeln hängt ganz davon ab wie bekannt du bist. Wir haben gerade zwei US Touren gemacht und wir können uns nicht mehr beschweren. Verglichen mit dem wie sie uns noch vor ein paar Jahren behandelten ist es heute in Ordnung. In den USA hat man aber den Komfort, dass man jederzeit zu jeder Uhrzeit an einem Truck Stop anhalten kann. Wir wissen aber nicht wo die in Europa sind.
Aber der eigentliche Unterschied ist, ich sag das in jedem Interview, dass die Kids hier sehr viel mehr Leidenschaft und Begeisterung für die Musik zeigen. Obwohl man hier auch MTV und beschissene Pop Radios hat, glaube ich nicht dass es hier den Underground so unterlaufen hat wie in den Staaten. Dort haben sie ihn regelrecht vergiftet.

Vielleicht ist der Underground hier stärker vom Mainstream getrennt. Harte Musik hört man hier im Radio oder im Fernsehen immer noch relativ selten.

L: Die Majorlabels in den Staaten sind derzeit ganz schön am kämpfen da sie schlecht verkaufen. Sie schauen sich an worauf die Kids zurzeit abfahren. Dabei werden sie dann beispielsweise auf die Orange County Szene aufmerksam und nehmen die Bands von dort unter Vertrag. Zwei Städte weiter spielt aber dieselbe Band die gerade noch vor 1000 Kids gespielt haben nur vor 20 Kids. Die Majorlabels sind so verblendet. Dann fangen sie damit an die Szene zu zerteilen und drücken überall Stempel wie Metalcore, Emocore usw. drauf.

R: Ja, in Europa gibt es eine greifbare und aufrichtige Würdigung von Hardcore und unserem Lebensstil. Es ist hier in Europa für viele Leute ebenfalls ein Lebensstil. In den Staaten hingegen scheint es für manche zwar ein Lebensstil zu sein, für andere aber lediglich ein Transportmittel für sozialen Aufstieg oder für andere ist es nur Musik. In Europa gibt es wesentlich mehr Leute die Hardcore fühlen, atmen und leben. In den Staaten sieht man das nicht so oft.
Um noch mal darauf zurück zukommen was Lou über Majors gesagt hat. Die haben Panik. Die Plattenverkäufe haben sich drastisch verschlechtert und deshalb halten sie Ausschau nach allem was in ihren Augen das Potential und den Schwung dazu hat das nächste große Ding zu werden. Sie wollen wieder Geld scheffeln. Ich hab da nichts dagegen wenn die Bands das mitmachen und den ?Werde schnell bekannt und reich?-Plan verfolgen. Das Problem ist, dass dieser Plan nicht sehr lange funktioniert. Er funktioniert viel eher für die Labels als für den Künstler. Früher waren die Bands die Stehvermögen hatten, wie Led Zeppelin oder The Doors, der Boss. Sie sagten wo es lang geht. Die Plattenfirmen konnten nur zusehen und hoffen, dass Keith Moon wieder über sein Drumkit flog so dass sie noch mal eine Million Platten verkaufen können. Heute befinden wir uns in einem völlig anderen Zeitalter. Die Plattenfirmen haben heute gar kein Interesse mehr daran neue Künster aufzubauen. Sie sind nur am schnellen Geld interessiert und beuten eine Sache aus solange es sich lohnt.

Was haltet ihr von der Verteufelung des Internets seitens der Industrie?

L: Ich weiß, dass die Kids nichts gegen die Künstler haben und ihnen nichts Böses wollen. Aber fick die Industrie weil sie CDs für 20 Dollar bzw. 20 Euro verkaufen. Es kostet sie 1,50 um eine gute CD mit einem netten Artwork zu machen. Die Plattenfirmen leben immer noch mit dieser 70er Jahre Mentalität der Art: ?Rock´n roll Baby, scheiß auf diese Leute sie werden alles kaufen was wir ihnen vorsetzen?. Das stimmt einfach nicht mehr. Heute downloaden die Kids die Songs. Ganz egal wen sie jagen und verklagen. Das kann man nicht stoppen.

R: Diese Sache ist nicht zu stoppen. Nachdem diese Box der Pandora geöffnet wurde gibt es kein zurück mehr. Heute haben wir ein neues Zeitalter. Musik wird heute anders gekauft, verkauft und geteilt als früher. Ich bin ein Fan dieser neuen Freiheit weil ich denke es zwingt die Künstler dazu ehrlicher zu sein. Außerdem ist es ein riesiger Dorn im Auge der Plattenfirmen. Die sind so daran gewöhnt ekelhaft viel Geld mit der harten Arbeit von talentierten Leuten zu verdienen. Ich habe nichts dagegen sie etwas leiden zu sehen. Sie waren lang genug viel zu glücklich und fett.

L: Das Argument der Plattenfirmen ist ja immer, dass auch die Künstler zu leiden hätten. Das stimmt nicht. Wir haben unseren ersten Plattenvertrag 1988 unterschrieben. Mein Vater wollte ihn sich damals anschauen. Er fragte mich nur ob ich wüsste, dass diese ganze Industrie nur darauf basiert, dass die Leute die die Musik machen am wenigsten Geld verdienen. Ich sagte ihm, dass mir das schon bewusst sei, ich aber auch nichts dagegen machen könne. Man versucht es zu ändern wo man kann, Stück für Stück. Wir machen das jetzt seit 18 Jahren und haben Major Labels verlassen. Sie haben uns nie schlecht behandelt und wir hatten nie einen Hass auf sie. Aber wir haben sie verlassen um für uns selbst einen besseren Deal bei einem Indie zu bekommen. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen. Gott sei Dank gibt es noch genügend Indies die sich ihre Punk Ethik bewahrt haben und die Bands fair bezahlen.

Und diese Indies haben auch nicht so schwer zu kämpfen wie die Majors.

L: Stimmt genau. Die Majors gehen zurzeit zu jedem kleinen Label und wollen sich daran beteiligen. Sie machen Deals mit den Indies, dass sie das Label finanziell unterstützen und dafür eine Option auf die heißen Bands bekommen. Ich kenne drei Leute die solche Deals gemacht haben. Das ist das Beste was ihnen je passiert ist. Sie können jetzt endlich gut von dem Label leben. Es ist schon lustig wenn man ein Musikmagazin aufschlägt und eine viertel Seite große Anzeige für die neue Damageplan Platte sieht, dann blättert man um und es folgt eine ganze Seite von Trustkill. Das ist cool. Trustkill benutzt das Geld vom Major auf die richtige Weise während das Majorlabel total ratlos ist.

R: Majorlabels sind kopflose Monster. Ich bin glücklich damit auf einem Indie zu sein und will dort auch bleiben. Auf einem Major zu sein ist nicht alles. Das scheint die Fantasie vieler Bands zu sein die nur aus dem einzigen Grund zusammen sind ?groß? zu werden. Aber das ist nicht der Grund warum ich Musiker bin. Musik zu machen hat für mich auch immer etwas Spirituelles. Nicht im Sinne eines Gottes aber im Sinne wie viel dir die Musik bedeutet.

Ihr beide habt neue Alben draußen, lasst uns ein bisschen darüber plaudern.

R: Ich bin absolut aufgeregt deswegen, denn auf unserem neuen Album ist seine Stimme zu hören.

Zeigt auf Lou der daraufhin verlegen schaut.

R: Schau dir nur an wie bescheiden er ist.

L: Ich hab nur etwas geschrieen und die Jungs meinten es sei gut also hab ich ihnen geglaubt.

R: Diese Jungs sind in unserem Studio herumgehangen als wir die Vocals aufgenommen haben. Ich hab Lou gefragt ob er nicht Lust hätte etwas zu singen. Er hat zugesagt und ich hab ihm gezeigt was wir uns vorstellen. Er hat es gesungen und es klingt toll. Es ist eine ehre für uns.

L: Eigentlich haben sie es erst im Mix so hingedreht, dass es gut klang. Ich hatte Spaß dabei. Die ganzen Kids werden sich nun fragen wer dieser alte Typ ist der da schreit.

Was ist mit eurem Album?

L: Das ist der verdammt noch mal beste Shit den es gibt. Wir sind tatsächlich sehr glücklich damit. Im Gegensatz zu vielen Leuten mochten wir alle ?Yours Truly?. Ich mochte das Cover nicht, aber ich denke dass alle Songs auf dem Album und die Produktion wirklich gut sind. Als wir dieses mal ins Studio gegangen sind haben wir uns gefragt was eigentlich mit Hardcore heutzutage los ist. Entweder klingt Hardcore heutzutage total melodisch und emotional oder absolut nach Metal. Es gibt wirklich kaum etwas dazwischen. Es gibt nicht mehr diesen Oldschool Sound von Bands wie Cro-Mags, Negative Approach oder Agnostic Front. Diese Bands waren absolut heavy ohne dabei Metal zu sein. Wir wollten genau so etwas schreiben und das haben wir auch getan. Es gibt Songs wie ?Relentless? oder ?The Innocent? die heavy sind aber eben nicht Metal.
Es war außerdem das erste Mal dass wir ein Album geschrieben haben seit Armand mit seiner Familie nach Kalifornien gezogen ist. Er flog zu uns rüber und zeigte uns die Songs die er geschrieben hatte. Wir lernten sie, spielten damit herum und änderten sie. Armand flog wieder zurück und wir probten, Craig und Pete schrieben neue Songs. Craig hat beispielsweise das Riff für ?Fakin´ The Punk? geschrieben und wusste nicht was wir damit tun sollten, er wollte etwas wie ?Right Brigade? von Bad Brains haben. Gleichzeitig hatten wir mit diesem Slogan ?Fakin´ The Punk? angefangen und meinten damit die Scheiße die in der Musikindustrie abgeht. Ich hatte den Text nach 2 Sekunden fertig. Alles hat einfach gepasst.

R: Unser Album zu machen war ein fantastischer Prozess. Wir alle waren schon ganz aus dem Häuschen aufgrund des Materials das schon fertig war. Im Studio hatten wir dann noch zwei Wochen Zeit um das Album aufzunehmen. Wir waren über die ganze Zeit total hektisch im Studio als plötzlich der große Blackout zuschlug (der Stromausfall der große Teile der Ostküste lahm legte). Wir hatten dann plötzlich einen Tag frei. Danach gab es viele kleine Missgeschicke. Unser alter Drummer Shawn, der über den IQ eines Sellerie Stocks verfügt, hat dreißig Sekunden eines Songs gelöscht. Das mussten wir dann rekonstruieren. Nachdem dann alles im Kasten war, bin ich fast geplatzt vor Aufregung. Das ist mein erstes volles Album. In meiner Zeit mit One King Down haben wir nie eine full-length Platte gemacht.

Lou, warum habt ihr heute nur so wenig Songs von ?Yours Truly? gespielt?

L: Wir ändern das immer wieder. Gestern hatten wir ein paar Songs mehr davon im Programm. Ich würde gerne ?Blown Away? spielen aber Armand hatte Probleme mit der Bassdrum. Darum haben wir es weg gelassen. Aber wie gesagt wir mögen die Songs immer noch sehr. Ich glaube dass ein Song wie ?Blown Away? in Europa besser ankommt als in den Staaten. Außerdem haben wir so viele Songs und wir werden im Sommer wahrscheinlich zurückkommen und ein paar Festivals spielen. Wir müssen einfach etwas Abwechslung in die Setlist bringen. ?Blown Away? ist ein fantastischer Song für Festivals da einfach jeder dazu abgehen kann. Alle die Betrunkenen mit ihrem Metallica T-Shirt die nicht wissen wer auf der Bühne ist, können mitmachen.

R: Diese Typen sind sowieso das beste Publikum denn sie scheißen auf alles. Sie wollen einfach nur rocken und eine gute Zeit haben. Unter den Hardcore Kids in Amerika gibt es diese fast schon legendäre Einstellung. Die Kids stehen nur da mit verschränkten Armen und man kann sie nicht mal dann zum bewegen bringen wenn man vollkommen G.G. Allin like abgeht und sich das Mikro in Fresse schlägt. Selbst dann werden sie sagen: ?Pff, die klingen nicht wie ?From Autumn To Ashes?.

L: Die sind wahrscheinlich auch schon wieder out und es gibt eine neue Band am Himmel.

R: Vor diesen Korn/Slipknot Kids zu spielen macht mehr Spaß. Die wollen einfach nur Spaß haben und flippen total aus. Sie haben diese Punk-Rock Energie nur in einer anderen Zeit. Im Grunde ist es dasselbe wie Punk früher. Diese Kids wissen aufrichtig zu schätzen was du da oben auf der Bühne machst. Ich spiele lieber vor 50 dieser Kids als vor 5000 von diesen anderen ?Too Cool For School? Hardcore Arschlöchern die sich überhaupt nicht dafür interessieren was auf der Bühne passiert. Sie interessieren sich mehr für ihre Frisuren. Scheiß auf die.

L: Ja, da hast du absolut recht. Es ist doch verrückt, früher war die Hardcore Szene die Szene die am meisten ?Open-Minded? war. Heute muss man den richtigen Look haben um zu der Szene zu gehören. Darum sagen Armand und ich auch, dass der Mainstream den Underground infiltriert hat.

In Europa geht das an manchen Stellen sicherlich auch schon in diese Richtung.

L: Ja, das ist ein Problem. Aber weißt du was auffällig ist? In Europa sind wesentlich ältere Leute auf den Shows. In den Staaten sieht man das auch ab und zu. Einige Leute kommen zu einer Show und dann erst wieder nach ein paar Jahren.

R: Die kommen vielleicht nur um Biohazard zu sehen.

L: Punishment!!

R: Ich will einfach nur vor Kids spielen die nichts von Hardcore wissen und einfach nur rocken wollen. Das Vibe betrifft die ganze Show. Wenn die Kids einfach nur ausrasten wollen, dann will ich das auch und man heizt sich gegenseitig an.

Angesichts eurer neuen Platten wird klar, dass beide Bands viel Wert auf das Artwork zu legen scheinen.

L: Ja, wir haben diese Cartoon Künstler Mike Pappa der es für uns macht. In Frankreich hat mich ein Journalist gefragt ob wir das Artwork bereuen würden da es nicht viele Leute mögen würden. Das hat mich wirklich beleidigt. Ich finde es großartig. Ich bin ein alter Kerl und steh immer noch auf Cartoons. Kaum zu glauben aber finde dich damit ab. Was hätten wir machen sollen. Ein Totenkopf mit brennenden Würfeln an Stelle der Augen und darüber zwei Rotkehlchen mit 8-Balls die ein Banner halten auf dem steht ?Killer Hardcore, Murder Music?? Ich wette mit dir, dass wenn wir dieses Cover für ?Your Truly? gehabt hätten wäre es das größte Hardcore Album des Jahres gewesen. Und wenn wir Fotos von mir gemacht hätten mit dieser Frisur (kämmt seine Haare Emo-Style). Der Mr. Spock Haarschnitt.

R: So lange du aussiehst wie Mr. Spock verkaufst du Platten.

R: Ich bin total begeistert von unserem Artwork. Es ist düster und schön.

L: Das Mädel auf dem Cover ist der Hammer.

Ja, sie ist der Wahnsinn. Wie seid ihr zu ihr gekommen?

R: Sie ist ein fantastisches Mädchen. Ich habe sie beim Videodreh zu ?The Great Red Shift? kennen gelernt. Sie ist absolut auf dem Boden geblieben und arbeitet professionell. Es macht Spaß mit ihr abzuhängen. Wir haben die ganze Zeit über Videospiele und Cartoons geredet.

L: Sie ist also die perfekte Frau. Sie ist wunderschön und mag Videospiele und Cartoons.

R: Ja stimmt. Das ist auch der Grund warum ich mit meiner Lady zusammen bin. Alles was wir tun ist zuhause rumhängen und Final Fantasy spielen. Das haben wir an unserem fünfjährigen Jubiläum gemacht. Wir haben uns ne Pizza bestellt und den ganzen Abend Final Fantasy gespielt.

L: Können wir dir auch mal ne Frage stellen? Warum rauchen die Kids hier drüben immer noch? Zum Teufel noch mal, das ist nicht mehr cool. James Dean ist tot. Gebt es auf, es bringt mich um.

R: Der Marlboro Mann ist an Krebs gestorben.

Meinst du das Kiffen? Da sind sie in der Schweiz sehr tolerant.

L: Nein, Gras zu rauchen ist ja noch ok. Aber Tabak ist zum kotzen.

R: Die Tabakkonzerne mischen kleine Fiberglas-Partikel in den Tabak die dann kleine Risse in die Lunge schneiden damit das Nikotin und die süchtig machenden Stoffe schneller in den Blutkreislauf kommen. Auf der Bühne in einem verrauchten Club zu stehen und zu schreien tut richtig weh. Das ist scheiße. Wo waren wir ursprünglich? Beim Artwork, richtig. Ja, das Artwork ist cool, das Mädel darauf ist sehr hübsch und rauchen ist scheiße.

Ok, das nächste Thema sind Tattoos. Lou, du hast kaum welche während Rob sehr viele hat. Wie steht ihr dazu?

L: Ich habe zwei Tattoos die ich machen lies als ich 17 war. Seitdem habe ich nie neue machen lassen. Nicht einmal weil ich keine mehr möchte sondern weil jedes Mal wenn ich ein passendes Motiv habe das ich originell finde weil es niemand anderes hat, eine Woche später Toby Morse von H2O sich dieses Motiv irgendwo, schlecht gestochen, auf den Körper hat klatschen lassen. Ich kenne ein paar Tattookünstler die mir ein Tattoo verpassen wollen. Es gibt ein Motiv das ich mir vielleicht machen lassen werde. Mal schauen was passiert. Vielleicht wird die Welt es zu sehen bekommen, vielleicht bleibt es auch mein Geheimnis.

An dieser Stelle zeigt Lou seine beiden Tattoos aus seiner Jugend. Beide sind sehr schlecht gestochen und tragen zur allgemeinen Belustigung bei.

R: Hier ist mein erstes Tattoo.

Das Tattoo ist ein rundes Etwas und ist ebenfalls sehr schlecht gestochen?

Das sieht ähnlich aus wie das von Lou.

Allgemeines Gelächter.

R: Es ist das Logo von King Diamond von der satanischen Bibel. Es ist das Symbol der Selbstbeherrschung. Und hier ist mein neuestes. Da steht ?I ?heart? skatboarding?.

Kein Witz, auf Robs Knöchel stand wirklich in der krakeligen Schrift eines Vorschülers ?I ?heart? skatboarding?. Wobei einzelne Buchstaben durchgestrichen und verbessert waren.

R: Matt, unser Bassist, ist dafür verantwortlich. Seine Freundin ist Tätowiererin und sie hat mich schon öfter tätowiert. Ich hab dann aus Spaß zu Matt gesagt er soll mich tätowieren und mir sei egal was es ist. Er hat dann angekündigt diesen Satz zu schreiben. Ich habe so geschwitzt wie noch nie in meinem Leben, ich hatte echt Angst. Den Ton der Nadel möchte ich nicht noch einmal in meinem Leben hören. Er hat viel zu tief hinein gestochen, es war wirklich schmerzhaft. Aber es war auch wirklich lustig. Ich könnte morgen sterben also was soll es.

L: Immer wenn wir in Detroit spielen zwingen uns unsere Freunde von einem örtlichen Tattooladen nach der Show mit ihnen mitzufahren und sie verpassen Pete einen SOIA Drachen. Das ist zur Tradition geworden.

Warum sind Tattoos so ein großer Teil der Hardcore Kultur?

L: Ich weiß auch nicht. Es hat wohl mit den Punks angefangen und dann hat sich jeder in dem Image von Bands wie Agnostic Front oder den Cro-Mags verfangen. Das war einfach deren Lifestyle. So ist es wohl zu einem Teil von Hardcore geworden.

R: Außerdem sehen Tattoos einfach cool aus. Ich mag illustrierte Haut. Ich mag auch die Kultur drum herum. Ich geh manchmal auf Messen. Dort kann man wirklich sehr coole Leute treffen. Es erinnert mich ein bisschen daran wie Hardcore noch vor einer Weile war. Die Künstler tauschen sich über Techniken aus und so. Jeder sollte diese Kultur einmal kennen lernen. Ich rede jetzt nicht über die beschissenen Biker ?Mein Tatto ist härter als deins?-Typen. Ich rede von Leuten die einen spirituellen Bezug zu den Tätowierungen haben. Ein Tattoo kommt von innen bevor es außen sichtbar wird. Ich könnte darüber noch ewig reden.

L: Tattoos und Piercings sorgen schon eine lange Zeit dafür, dass auch hässliche Leute Sex haben. Wenn man ein Mädchen mit Tattoos und Piercings trifft, findet man sie doch gleich viel attraktiver oder etwa nicht.

Was waren eure Höhepunkte eurer Kariere?

L: Das wird 2006 sein, wenn wir als Millionäre in Rente gehen. Das passiert aber wahrscheinlich nicht. Ich weiß auch nicht. Es gab sehr viele großartige Dinge die passiert sind. Wir dachten immer, dass das erste Mal im CBGB´s zu Headlinen großartig sein würde. Das war es auch, wir haben so viele Leute angezogen, es gab eine Schlage um den Block. Wir konnten es gar nicht glauben. Es sind Sachen wie diese, die großartig sind. Die Bands mit denen wir gespielt haben. Zwei der großartigsten Dinge die uns je passiert sind waren wohl als zwei unsere Idole uns sagten, dass sie von uns fasziniert sind. Der eine war Tom Araya von Slayer. Er schaute jede unserer Shows an als wir mit ihnen auf Tour waren und er sagte uns, dass er uns sehr cool findet. Der andere war Joe Strummer. Er kam nach unserer Show auf einem Festival in Italien gleich als wir von der Bühne herunter liefen zu uns und sagte: ?Ihr seid absolut brillant.? Er bezeichnete uns tatsächlich als brillant. Das war Joe Strummer. Ihr ganzen Tunten die wie The Clash klingen wollen können meinen Schwanz lutschen, denn Joe Strummer mag meine Band und nicht eure.

An dieser Stelle bricht der ganze Raum in schallendem Gelächter aus.

R: Das Highlight meiner Kariere war gerade eben. Als er das gesagt hat. Wahnsinn. Nein, im Ernst. Highlights sind immer dann wenn meine Freunde dabei sind. Jedes Mal wenn wir in Albany spielen kommen alle unsere Freunde und es ist immer Großartig. Wenn es darum geht, dass Leute dir Komplimente machen die du selbst verehrst hab ich auch ne Geschichte. Als wir auf dem With Full force Festival in Deutschland spielen hingen wir ca. fünf Stunden mit Pete Steele von Type O Negative herum. Wir haben uns alles unterhalten. Sowohl über das politische Klima in Europa als auch darüber wie schnell elektrischer Strom bei 0 Grad Celsius durch einen Kupferdraht geht. Er ist ein großartiger Kerl. Das war wirklich cool mit ihm zu reden. Nach unserer Show kam Igor Cavalera von Sepultura auf mich zu und sagt mir, dass er meine Band absolut liebt. Wow, das war verrückt. Er ist ebenfalls absolut auf dem Boden geblieben und sehr nett.

Ich hab gehört, dass er total auf Hardcore steht.

R: Ja, absolut. Es ist schon sehr komisch. Viele Leute stehen auf Hardcore von denen man es eigentlich überhaupt nicht erwartet. Beispielsweise die Typen von Alien Ant Farm. Das sind Hardcore Kids. Ich war mal mit Glassjaw unterwegs als sie im Vorprogramm von Alien Ant Farm spielten. Als sie sich aufwärmten spielten sie ?Quickness? von den Bad Brains an. Daryl (von Glassjaw) springt auf die Bühne und fängt an es zu singen. Da haben sie beschlossen es in ihr Set einzubauen und spielten es ab sofort auf der ganzen Tour. Die Kids hatten natürlich absolut keine Ahnung was das für ein Song war. Die dachten vielleicht es sei eine B-Seite.

Was sind eure Spinal Tap Momente?

L: Das ist immer so eine Sache. Es gibt sicher tausende solcher Momente aber die fallen mir nie ein wenn jemand danach fragt. Eine Sache erzähl ich aber immer gern. Wir haben auf einem Festival in Schweden gespielt. Wir waren am Mittag auf der Bühne, es war ein sonniger Tag. Zwei unserer Roadies kamen, während Craig ?Busted? sang, nackt auf die Bühne und schlugen Räder. Einer von ihnen hatte einen Aufsatz für seinen Schwanz gebastelt um ihn anzünden zu können. Er sprang also auf der Bühne herum mit seinem brennenden Schwanz. Weil es so hell war konnte er die Flammen nicht mehr sehen, als er dachte das Feuer sei aus nimmt er Feuerzeugbenzin und kippt es darüber. Es gab eine Explosion und stank übel nach verbrannten Haaren. Er schrie wie am Spieß. Keiner von uns konnte ihm helfen weil wir am Boden lagen und lachten. Ihm ist aber nichts passiert. Das ist sicherlich einer meiner liebsten Momente.

R: Ich kann mich im Moment wirklich an nichts erinnern. Es gibt sicher genügend. Sorry. Geht raus und habt euren eigenen Spinal Tap Moment.

Was hört ihr euch zurzeit an?

L: Ich hör mir alles Mögliche an. Ich bin nicht der Typ der sich ein Jazz Orchester aus Südafrika anhört. Etwas muss mir ein gutes Gefühl geben wenn ich es höre. Das kann Hardcore oder Metal oder sonst was sein. Ich höre mir gerade viel Face To Face an und da gibt es diese Band Namens ?Charge?. Was ich an denen mag ist, dass sie in einer Zeit in der jeder versucht noch mehr Hatebreed als Hatebreed selbst zu sein, mit einem Sound um die Ecke kommen der wie eine Mischung aus Bad Brains und Burn klingt. Sie sind alle 18 oder 19 Jahre alt und haben diese Bands also nie gesehen. Eine andere Hardcore Band die mir sehr gefällt ist ?With Honour?.

R: Das ist eine harte Frage für mich denn ich bin wirklich ein Musik Fanatiker.

L: Er mag Jazz Orchester aus Südafrika.

R: Die sind auch wirklich gut. Ich bin ein Verrückter wenn es um Musik geht. Ich höre mir alles an von Aphex Twin bis Cryptopsy über Burning Witch und Björk. Wirklich alles.

L: Eine Platte die ich jedem Empfehlen kann ist die neue Helmet Best-Of. Sie haben ihre Gitarren herunter gestimmt lang bevor das irgendjemand anders getan hat. Sie haben damit angefangen. Wenn du wissen möchtest wo Refused und Snapcase viele ihrer Ideen her haben, hör dir Helmet an. Das ist alles was ich sagen kann. Willst du wissen warum Korn und alle anderen beschlossen haben herunter zu stimmen? Helmet.

R: Ja, Helmet sind großartig. Sie waren definitiv ihrer Zeit voraus.

R: Ich mag auch Entombed. Ich habe sie schon ein paar Mal gesehen und konnte auch mit ihnen abhängen. Sie haben Songs von ?Left Hand Path? gespielt. Das hat mich umgehauen. Ich hör mir alles was mich an den Eiern packt. Dabei ist es egal ob das jetzt heavy ist oder ruhig. Ich könnte ewig über Musik reden. Ich mag alles daran. Ich mag es sie zu hören, sie zu machen darüber zu reden.

L: Ich mag Girls.

R: Ich mag es wenn Mädels Instrumente spielen.

L: Ich mag Mädels einfach so. Ich mag wie sie riechen und wie sie aussehen.

R: Ich mag auch die Melvins. Wahrscheinlich eine der besten Bands Live.

L: Ich mag Buzz Frisur.

R: Ich hab sie erst kürzlich zum ersten Mal gesehen. Ich hab sie seit über zehn Jahren immer wieder verpasst und hatte erst jetzt die Gelegenheit sie zu sehen. Das war großartig. Sie haben genau eine Stunde gespielt. Auf die Minute genau. Das ist absolut revolutionäres Zeug.

Wie findest du Fantomas?

R: Ich mag Fantomas. Mike Patton ist ein wirklich verrückter Typ.

L: Über Mike Pattons Stimme kann man nichts sagen. Die ist wirklich gut. Er kann in einer Note von tiefen Napalm Death artigem Grunzen zu zuckersüßem Gesang wechseln, das ist total krass. Aber meine Meinung zu dieser Art von Musik ist folgende. Ich glaube, dass die Jungs im Studio sitzen und sich den Arsch ablachen über all die Leute die sich das anhören. Da kommen dann Ideen auf wie: ?Hey, schlag die nächsten zehn Minuten einfach auf die Bassdrum und die Snare wie du es beim Soundcheck machst. Die werden alle denken es ist großartig.? Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Habt ihr das neue Album gehört?

R: Nein.

Ich finde es absolut scheiße.

R: Das ist einfach Mike Patton. Er ist verrückt.

L: Das nächste Album wird bestimmt nur aus Stille bestehen. Wer es nicht versteht, der versteht es einfach nicht.

R: Das ist wie dieser Witz. Wie viele Hippe Typen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

Keine Ahnung

R: Was du weißt es nicht?

Stille?.

R: Das war der Witz. Du bist nicht Hip wenn du es nicht weißt. Die Sache mit Mike Patton ist, dass er sehr talentiert ist. Ich bin mir sicher, dass er jetzt gerade irgendwo sitzt und sich überlegt wie er die Leute als nächstes auf die Palme bringen kann. Er bekommt dadurch sicher einen Kick. Es sind schließlich Kompositionen. Sie dauern zwar nur fünf Sekunden und man hört darauf wie Mike Patton mit einem Löffel auf einen Toaster einschlägt. Ich liebe aber Faith No More. King For A Day, Fool For A Lifetime ist sehr geil. Absolut großartig, in allen Belangen.

Welche Art von Musik tut euch in den Ohren weh?

L: Es gibt eigentlich keine Musik die ich wirklich hasse. Dieser ganze Pop Scheiß interessiert mich überhaupt nicht, das nehme ich gar nicht mehr wahr.

R: Mich regt nur auf, dass diese Typen ohne jegliches Talent Millionen von Dollar scheffeln. Was ich hasse, ist wenn Musik oberflächlich ist und kein Feuer, keine Leidenschaft hat. Wacht auf.

L: Es muss nicht einmal wütend sein. Es kann um Liebe gehen, aber man muss es mit Leidenschaft machen. Was ich außerdem hasse ist folgendes. Warum wollen Rockstars Street-Credibility haben? Warum muss eine Pop-Punk Band mit Gangster-Kids rumhängen. Du bist ein verdammter Millionär, geh und leb dein Leben. Wenn ich ein Popstar wäre und Millionen scheffeln würde, würden alle meine Songs so klingen: ? Hey, ich bin ein verdammter Millionär, schalla lalla la?

R: Ich würde Songs nur noch für mich schreiben, auf einem Berg Geld schlafen und ein 10 Millionen Dollar Auto kaufen.

Ok, ich denke wir sollten hier das Interview beenden. Vielen Dank für die nette Unterhaltung.

R: Wir müssen dir danken. Das war mal etwas anderes.

L: Ja, das war cool.

Das Interview wurde von Rolf Gehring geführt.

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Download: Potential For A Fall, MP3
Download: Relentless, MP3
Download: Scratch The Surface, MP3
Download: The Future Is Mine, MP3
Interview: Ausführliches Interview mit Sänger Lou. Mit Statements zur Szene, 11. September und Live in a dive. (2002)
Interview: Interview mit Gitarrist Pete (2000)
Interview: Interview mit Bassist Craig (2004)
Interview: Ausführliches Interview mit Lou zu "Based On A True Story" (2010)
Review: Life On The Ropes, 2003 (rg)
Review: Outtakes For The Outcast, 2004 (rg)
Review: Death To Tyrants, 2006 (rg)
Review: Based On A True Story, 2010 (rg)
Review: Nonstop, 2011 (rg)
Live-Review: 18.06.2004, Freiburg - Haus Der Jugend
Live-Review: 14.05.2002, Lindau - Vaudeville
Live-Review: 03.07.2007, Lindau - Club Vaudeville
Live-Review: 15.09.2007, Hasselt - Muziek-O-Droom
Live-Review: 02.07.2010, Roitzschjora - Flugplatz