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Die sympathische Hardcoreband I Defy, deren Mitglieder teilweise schon seit Urzeiten in der HC-Szene aktiv sind, hat vor einigen Wochen mit der Scheibe ?On The Outside? eine eingängige, frisch klingende Platte Made in Germany über das US-Label Thorp Records rausgebracht. Nachdem es die letzte Zeit eher ruhig um I Defy geworden ist, war es somit an der Zeit mal kurz nach dem Laufenden zu fragen. Sänger Raoul beantwortete unsere Fragen.

Erzähle uns als erstes doch etwas über Deine Person.

Ich bin Raoul, der Sänger der Band, bin 32 Jahre alt, habe gerade mein Studium fertig gemacht und bin seit kurzem nicht mehr Single!

I Defy gibt es ja schon länger, würdest Du uns trotzdem einen Rückblick über die Band geben. Ihr habt Euch ja doch eher rar gemacht. Deswegen werden Euch sicherlich einige Leute noch nicht kennen.

Wir haben uns ursprünglich als Nebenprojekt von unseren anderen Bands MIOZÄN und VEIL gegründet und wollten eigentlich nur ein bisschen rumstümpeln, ein paar Songs schreiben und vielleicht mal ab und zu in Hannover spielen. Irgendwie ist dann daraus mehr geworden, MIOZÄN und VEIL haben sich aufgelöst und so war das dann Flo und mein festes Projekt. Dann folgten durch Kontakte zu Reflections Records die ersten Veröffentlichungen auf besagtem Label sowie eine kurze Tour durch England mit THE HOPE CONSPIRACY und ein paar Shows mit ANTI-FLAG neben Auftritten mit u.a. KILL YOUR IDOLS, ENSIGN, AMERICAN NIGHTMARE usw. Letztes Jahr war etwas Ruhe eingekehrt da wir private Verpflichtungen hatten, aber glücklicherweise ist es jetzt wieder leichter für uns, uns etwas mehr Zeit für die Band zu nehmen.

Erkläre uns mal die Gedanken hinter dem Titel zur neuen Scheibe ?On The Outside?.

Dahinter steht die Idee, von Außen auf die Dinge die passieren zu schauen und irgendwie das Gefühl zu haben, allein in dem System zu sein. Den Text zu dem Titel hat Frank geschrieben und ich interpretiere ihn so ungefähr. Man ist ständig in einem Zweispalt zwischen dem was die Außenwelt verlangt, brav und artig mitzumachen und andererseits eine verborgene, misstrauische Seite in sich zu spüren die dagegen rebelliert. Der Typ auf dem Cover hat einen Kopfhörer auf, das bedeut das ihn die Musik schützt und den ganzen negativen Müll von der Außenwelt ihn nicht wirklich berühren kann. Musik quasi als Schutzschild gegen das Negative. Durch Musik werden dann die Wiedersprüche, in welchen man sich bewegt aufgelöst bzw. man kanalisiert seine innere Zerrissenheit in etwas kreatives wie Musik. Ich denke das dies auch für andere Kunst gelten kann. Jeder Künstler fühlt sich irgendwie zerrissen und niemals vollkommen und versucht durch die Kunst, diesen inneren Widerspruch aufzulösen. Ich empfinde Musik daher sehr heilsam und wichtig. Daher kam auch die Inspiration für dieses Cover.

Woher kam überhaupt das Interesse eines US-Labels an Euch. Das kommt ja immer noch recht selten vor, dass europäische Bands in den Staaten veröffentlichen, es sei denn sie sind auf `nem großen Label.

Das war eher zufällig, da wir nach Reflections auf Labelsuche waren und ich daher im Netz ein paar Labels anschrieb und Andy gleich prompt antwortete. Thorp haben ja schon vor uns ein paar europäische Bands rausgebracht u.a. die RYKERS oder PAINT THE TOWN RED und DISCIPLINE.

Wie steht es denn im Moment um die HC-Szene in der Hannoveraner Gegend, die Eure Heimat ist? Wie sind die Shows und in welcher Gegend dort lohnt es sich am ehesten auf eine HC-Show zu fahren?

Definitiv zu empfehlen ist das CHEZ HEINZ, meiner Meinung nach der beste Laden in Hannover. Crust findet man am ehesten im Stumpf und Indie und Elektro in der Faust oder in der Glocksee. Die Szene ist sehr gemischt und in den letzten Jahren haben sich wieder einige neue Bands gegründet. Ich habe aber ganz ehrlich nicht den totalen Überblick. ANNEX 5 und AUDIO KOLLAPS wären zu nennen oder UNDER SIEGE, BLOODSTAIN und END IS FOREVER oder auch ganz kleine junge Bands wie AZERA. Es tut sich auf jeden Fall was aber es ist natürlich nicht zu vergleichen mit Berlin.

Werden I Defy aufgrund des aktuellen Albums sowas wie eine Tour planen oder wieder mehr Shows spielen, wenn die entsprechenden Angebote vorliegen. Wie, oder über wen kann man Euch für eine Show buchen?

Am besten über Muttis Booking ( www.muttis-booking.de ) und auf jeden Fall haben wir jetzt auch wieder mehr Anfragen und wollen für das Jahr 2007 im Frühjahr auf jeden Fall was starten. Aber genaueres steht noch nicht fest. Wir sind aber am Ball und erst heute habe ich wieder zwei Anfragen bekommen. Es geht wieder los, das hat aber sicherlich auch viel mit der neuen Scheibe zu tun.

Was hörst Du Dir zur Zeit an Musik so an und was ist Deine meistgehörte Platte aller Zeiten?

Oh Gott, sehr schwer zu sagen. Im Moment...ganz ehrlich, höre ich viel den QUADROPHENIA Soundtrack von THE WHO sowie THE JAM und SMALL FACES, dann aber auch die neue SICK OF IT ALL und IGNITE, die letzte MADBALL Und AGNOSTIC FRONT Scheibe. Alles kreuz und quer würde ich sagen. Quadrophenia ist aber auf jeden Fall gerade mein Soundtrack. Es gibt wenig Scheiben, die mich in letzter Zeit so berührt haben wie die Tracks auf dieser Platte. Die meistgespielte Platte habe ich nicht, jedenfalls kann ich das nicht sagen.

Womit bestreitest Du Deinen Lebensunterhalt?

Ich arbeite als Webdesigner und Fachlehrer an einer Berufsschule in Hannover halbtags.

Kannst Du Dir vorstellen einen Job für einen ewig langen Zeitraum auszuüben?

Schwer zu sagen, so etwas wird es glaube ich nicht mehr geben.

Möchtest Du noch etwas hinzufügen oder hast Du noch andere News für uns?

Bitte checkt regelmäßig unsere Webpage bzw. Myspace Page unter www.idefy.de und www.myspace.com/idefy da packen wir zur Zeit alle News drauf.

Danke das Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast.

Gerne!!!

Das Interview wurde von Marcus Otten geführt.

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Review: On The Outside, 2006 (rg)