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Trap Them haben es mit „Darker Handcraft“ locker geschafft, den vielumjubelten Vorgänger noch einmal zu übertreffen. Für eine so düstere, angepisste und bissig klingende Band ist Frontmann Ryan McKenney allerdings ein äußerst netter Zeitgenosse, der mir ein paar Fragen per Email beantwortete.

Wo siehst du die großen Unterschiede von “Darker Handcraft” zu seinem Vorgänger?

Insgesamt ist das Album einfach eine bessere Repräsentation von dem, wie wir uns als Band selbst sehen. Wir sind eine Band, die heavy ist und von vielen Arten aggressiver Musik beeinflusst wurde. Ich glaube auch, dass es uns gelungen ist unsere Vorliebe für das eher unorthodoxe Ende des Spektrums der guten altmodischen Rockmusik besser zu unterstreichen.

Was wolltet ihr mit diesem Album erreichen?

Ich glaube, beim Schreiben wollten wir dasselbe erreichen wie die meisten anderen Bands. Wir wollten spüren dass wir Fortschritte machen und etwas Besseres kreieren als wir es zuvor getan haben. Die Idee war es, zu versuchen, etwas Neues in unseren Sound einzubringen ohne dabei aber das, was wir bisher erreicht haben, über Bord zu werfen.  

Die neuen Songs scheinen etwas chaotischer zu sein aber gleichzeitig sind sie auch deutlich eingängiger als früheres Material. War das etwas worauf ihr euch ausdrücklich konzentriert habt?

Absolut. Um ehrlich zu sein war Eingängigkeit nie etwas worauf wir hin gearbeitet haben. Das war also völlig neues Territorium für uns, auf dem wir uns austoben konnten. Wir haben versucht es richtig zu machen und ich finde, das ist uns auch gelungen. Den chaotischen Part hingegen kannten wir bereits zu Genüge.

Entombed war in meinen Augen immer ein großer Einfluss für euch. Auf dem neuen Album wird das allerdings nicht mehr so deutlich. Wart ihr die dauernden Vergleiche leid?

Vielleicht höre ich die Dinge etwas anders als andere, aber ich fand eigentlich nie, dass wir einen so starken Anteil von Entombed in unserem Sound haben. Abgesehen vielleicht von der Gitarren Stimmung. Ich glaube, wir haben diesen 90er Jahre Schweden Sound so sehr drin, dass es schwer war darüber hinweg zu sehen und sich auf die eigentlichen Riffs zu konzentrieren. Wenn man sich darauf konzentriert wird man die Unterschiede hören. Entombed ist aber natürlich einer unserer Einflüsse, aber ich glaube, dass wir viel stärker von anderen schwedischen Punk und Rock Bands beeinflusst wurden. Aber scheiß drauf, alles was aus Skandinavien kommt ist geil, egal welches Genre. Abgesehen von ABBA und Ace Of Base.

Euer Sound hat sich deutlich weiterentwickelt aber gleichzeitig habt ihr eure Trademarks beibehalten. Ist musikalische Weiterentwicklung wichtig für euch?

Das sollte für jede Band wichtig sein. Wenn Weiterentwicklung keine Priorität  mehr hat, kannst du genauso gut aufhören Musik zu machen.

Welche Musik beeinflusst euch?

Es gibt kein einzelnes Genre das ich hervorheben könnte. Ich höre mir alles an was sich ehrlich und stichhaltig anfühlt.

Wovon handeln die Texte?

Depression, Verzweiflung, blinde Wut und von den täglichen Kämpfen des modernen Lebens.

Wofür steht der Titel?

Mehr als alles andere sehe ich den Titel als einen Ausdruck für den Tod der Arbeiterklasse, der es nicht mehr möglich ist irgendetwas anderes als das nackte Überleben zu sichern.

Ihr habt wieder mit Kurt Ballou aufgenommen. Warum seid ihr wieder zu ihm zurück gegangen?

Wir werden so lange mit Kurt arbeiten wie er so einen tollen Job macht. Wenn etwas nicht kaputt ist, soll man es nicht reparieren.

Ihr habt Deathwish verlassen und seid bei Prosthetic untergekommen. Warum?

Es gibt keinen einzelnen Grund. Wir haben versucht etwas Neues zu tun. Wir arbeiten noch immer mit Deathwish zusammen. Prosthetic war eine Gelegenheit einen anderen Weg einzuschlagen und zu sehen wo er hinführt. Bands verlassen ihr Label nicht immer weil sie unzufrieden waren, das ist bei uns sicherlich auch nicht der Fall. Wir haben noch immer größten Respekt vor Jake und Tre und dem was sie für uns erreicht haben als wir noch in ihrem aktiven Roster waren. 

Die Mitglieder von Trap Them leben überall in den Staaten verteilt. Wie funktioniert das beim Songwriting?

Brain schreibt alle Riffs und er lebt mit Chris, unserem Drummer, zusammen. So ist das Schreiben also kein Problem. Die Entfernung zwischen uns allen ist trotzdem manchmal schwierig, aber wir haben bisher immer geschafft dass es funktioniert.

Ihr werdet in Europa mit Rotten Sound und Gaza auf Tour gehen. Alle Bands auf der Tour haben ihren eigenen Sound und klingen auch nicht unbedingt ähnlich. Was erwartet ihr von der Tour?

Ich erwarte dreieinhalb Wochen lang absolut von den Socken gehauen zu werden. Es ist auf vielerlei Weise eine facettenreiche Tour und ich kann es kaum erwarten jede Band so viel wie möglich zu sehen. Die Besucher werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Was sind eure generellen Ziele mit der Band?

Ich glaube, wir haben die meisten davon schon erreicht. Reichlich zu touren, Platten zu machen mit denen wir zufrieden sind und so weiter. Von diesem Punkt an ist unser Hauptziel zu Sehen wie weit wir diesen Krach, den wir fabrizieren, noch tragen können.

Wie würdest du die Essenz der Band in einem Wort beschreiben?

Ich kann es in zwei: „Heavy“ und „Fucked“.

Hast du noch letzte Worte?

Vielen Dank für dieses Interview. Wir sehen uns alle bald. Bringt einen Helm mit.

Rolf Gehring

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Review: Seizures In Barren Praise, 2008 (rg)
Review: Darker Handcraft, 2011 (rg)