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Axewound ist die neue Superband um Matt Tuck (Bullet For My Valentine) und Liam Cormier (Cancer Bats), die gerade ihr erstes Album “Vultures” veröffentlicht hat und bereits im Vorfeld für Wirbel sorgte. Kanadier Liam beantwortete mir ein paar Fragen zum Album und den besonderen Umständen der Band.

Wie hat sich die Idee zu Axewound entwickelt?

Die Band hat als Spaßprojekt angefangen, das sich Matt Tuck ausgedacht hat. Er wollte wirklich bodenständigen Metal spielen und sich völlig von seiner Hauptband entfernen. Er hat sich dann an verschiedene Freunde gewandt und wir alle haben dann zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein Album in Cardiff aufgenommen. Jetzt haben wir den Salat. Eine absolut spaßige Metalband mit der wir immer dann loslegen, wenn wir Zeit zwischen unseren Hauptbands haben.

Wie haben sich die einzelnen Mitglieder gefunden?

Alle Bandmitglieder sind Freunde von Matt, die er über die Jahre kennengelernt hat. Bevor wir anderen zur Band gestoßen sind haben wir uns untereinander nicht gekannt. Wir alle kannten nur Matt. Wir kamen aber sofort sehr gut miteinander aus.

Ihr habt schon sehr früh die Gelegenheit bekommen auf großen Festivals zu spielen, noch bevor überhaupt das Album erschienen ist. Wie liefen die Festivals für euch?

Die Festivals liefen viel besser als wir es erwartet hatten. Wenn man in Betracht zieht, dass wir zuvor nur zwei Songs im Internet verfügbar hatten, spielten wir sehr weit oben in manchen Spielplänen. Es hilft sicher, dass wir ziemlich heavy sind, so können die Leute auch ohne die Songs zu kennen einfach losmoshen. Wir hatten meist schon von Beginn an Circle Pits und die Kids gingen ziemlich ab ̶  zu einer Band die sie eigentlich nicht kennen. Das war verrückt.

Ist Axewound eine typische Seitenband oder siehst du die Band als gleichwertig zu euren Hauptbands?

Ich habe noch nie in einem Nebenprojekt gespielt, das so gut ankam. Wir haben ein Album und zwei Videos draußen. Wir haben gerade eine Tour in England gespielt und die Shows waren meist ausverkauft. Es fühlt sich also nicht wie eine typische Nebenband an. Dadurch, dass Matts Hauptband ziemlich groß ist, es auch für die Cancer Bats gut läuft, alle Musiker in der Band ziemlich gut sind und wir ziemlich stolz auf das Album sind, macht es natürlich schon Sinn, dass das Projekt von Anfang an gut funktioniert. Trotzdem haut mich das immer noch um.  

Ist Axewound weniger ernsthaft als eure anderen Bands?

Obwohl es eine spaßige Band ist, nehmen wir es sehr ernst Shows zu spielen und auf der Bühne wirklich unser ganzes Potential auszuschöpfen.

Was sind eure Ziele mit Axewound?

Es gibt eigentlich keine echten Ziele abgesehen davon, so oft wie möglich es unsere knappen Terminpläne zulassen, zusammen zu spielen. Jetzt, wo das Album draußen ist, können wir hoffentlich noch ein paar Shows mehr spielen. Ich würde gern eine komplette Europatour und mehr als nur eine Woche am Stück spielen.

Wie war es, mit all den Musikern mit unterschiedlichen musikalischen Identitäten zu arbeiten?

Es war sehr interessant mit einem völlig heterogenen Haufen von Musikern zu arbeiten, die alle an Metal auf eine ganz andere Art herangehen und auch, wie sich das live auswirkt. Ich glaube, wir alle haben viel von den jeweils anderen gelernt. Darüber hinaus sind wir zu echten Freunden geworden, was wirklich großartig ist. 

Wie habt ihr das Songwriting und die Proben über die Kontinente hinweg geregelt?

Die Songs entstanden alle in England und ich bin danach rüber geflogen und hab meine Vocals eingesungen. Vor Touren treffen wir uns einfach einen Tag zuvor und hämmern noch einmal alle Songs durch, um sie wieder in den Kopf zu bekommen. Es hilft natürlich, dass wir nur ein Album draußen haben. So müssen wir uns keinen riesigen Backkatalog behalten. 

Wie bekommt ihr es hin, Zeit für Axewound zu finden?

Es klappt eigentlich ganz gut bisher. Aber es war natürlich sehr viel los mit beiden Bands. Mike und ich sind im Moment beide mit unseren anderen Bands auf Tour und werden uns direkt im Anschluss treffen, um gemeinsam auf Tour in den USA zu gehen. Es gibt keine Verschnaufpausen.

Wie würdest du das Album charakterisieren?

Ich finde, das Album ist eine Kombination aus allem was wir am Metal lieben. Das Album zeigt uns wie wir uns zu Dingen pushen, die wir normalerweise nicht mit unseren anderen Bands machen können oder wollen.

Was wolltet ihr beim Songwriting erreichen?

Mein Hauptziel für die Texte war es, all die Dinge zu tun, die ich tun wollte, die aber bei Cancer Bats nicht funktionieren würden.

Worum geht es beim Album textlich?

Ich hab versucht, bei jedem Songtext daran zu denken was ich am Metal so mag: Die brutalen und hasserfüllten Songs, Songs über Satan, politische Songs darüber wie abgefuckt die Welt ist, dann das Feiern wenn die Welt erst einmal zerstört ist ‒ nun fügst du Poltergeister und noch ein paar Songs mehr über Satan hinzu und du hast das fertige  Axewound Album.  

Letzte Worte?

LONG LIVE THE WOUND!

Rolf Gehring

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Review: Vultures, 2012 (rg)