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Sick Of It All / Wisdom In Chains / The Setup /

15.09.2007, Hasselt, Muziek-O-Droom

Sick Of It All sind gerade wieder in Europa unterwegs, um nach 21 Jahren Bandgeschichte wieder mal zu zeigen wo denn der Hammer so hängt. Vor kurzem noch auf vielen der Sommer-Festivals gespielt, waren diesmal erneut die Klubs dran. Als Support werden die New Yorker dabei von WISDOM IN CHAINS begleitet. Heute Abend hatte man mit THE SETUP einen hochkarätigen Lokalsupport am Start, zudem noch eine weitere Band, die ich jedoch nicht gesehen habe. Die Leute von http://www.heartbreaktunes.com beweisen in dieser Hinsicht immer ein gutes Händchen und lassen neben den tourenden Bands immer noch einige Supportbands auftreten, so dass es meist richtig gute Shows werden.

THE SETUP haben vor kurzem mit „Minister Of Death“ für mich eine der besten europäischen Hardcore-Scheiben des Jahres rausgebracht. Die Belgier sollten nach einigen Europatouren mittlerweile keine Unbekannten mehr sein. Da man quasi Heimspiel hatte, war klar, dass auch die Publikumsreaktionen dementsprechend ausfallen. Meist gab es einige Mitschrei-Aktionen von Teilen der Anwesenden und einen, für die Verhältnisse des Abends, jedoch noch harmlosen Pit. The Setup covern seit einiger Zeit den Song „Suffer“ von der großartigen Vision Of Disorder, der heute im Vergleich zu sonst, erstaunlicherweise mehr als nur eine handvoll Leute aufs Mikro stürzen ließ. Gelungener Auftritt.

WISDOM IN CHAINS kommen aus Pennsylvania und begleiten SOIA die ganze Tour über. Gespielt wurden viele Songs von deren Scheibe „Die Young“, die man sich als Old-School Hardcore-Fan echt mal geben sollte. Auch die neue Langrille „Class War“ kam nicht zu kurz. Die Truppe hat allemal einige catchy Punk- und Oi-infizierte Ohrwürmer im Repertoire. Ich habe mich doch gewundert, dass recht viele Songs von Teilen des Publikums lautstark mitgesungen und abgefeiert wurden. Coole Sache.

Wie erwartet und kaum anders vorstellbar, waren die meisten der Anwesenden jedoch für die Hardcore-Institution schlechthin anwesend: SOIA. Wahnsinn. In den letzten 12 Jahren habe ich diese Band wohl jetzt so 30 mal Live erleben können und habe noch keine schlechte Show gesehen. Ich habe sogar das Gefühl die werden immer besser. Lou Koller war wie fast immer bestens gelaunt und machte einmal mehr zwischen den Songs den Entertainer. Von Sekunde eins an gab`s im Publikum kein halten mehr. Songs von Beginn der Schaffensphase SOIA`s u.a. „My Life“ oder „Clobberin Time“ bis hin zu einigen Knallern des jüngsten Machtwerkes „Death To Tyrants“ und allem was dazwischen liegt wurden runtergepowert. Da hätten wir Brecher wie „Scratch The Surface“, „Stepdown“, „Us Vs. Them“, „District“, „Injustice System“, „Sanctuary“, „Built To Last“ und tonnenweise andere Hymnen. Eigentlich ist fast jeder Song eine Hymne, aber ihr kennt sie ja eh alle. Megadick zudem die Bühnenpräsenz der Band – während Craig „Ahead“ Setari eher den zurückhaltenden Typen mimt, geht Pete Koller die volle Stunde ab, als ob er einen Schwarm Wespen im Hintern stecken hat. Respekt, da können sich die ganzen, wir stehen alle nur rum Bands, ja sowas gibt’s tatsächlich auch im Hardcore, mal etwas Inspiration abgucken und sehen wie es gelingt, das Publikum in den Bann zu ziehen und eine fette Show abzuliefern. Mehr davon. Heute wieder im Programm war die Einlage, das jemand einen Song singen durfte. Weil sich niemand aus dem Publikum traute half irgendwer den SOIA wohl wenigstens namentlich kannten aus. Der gute Kerl gab dann „Ratpack“ roh und kraftvoll durch seine Vocals zum Besten. Den etwas mehr als 600 Anwesenden hat die Show merklich saugut gefallen. Auch ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tour.

(mo)

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