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Soulfly / Eyesburn / MAD DOGGIN /

25.05.2004, Stuttgart, LKA

Kein Stress auf der Autobahn, adäquates Mai-Wetter... die Anfahrt verlief also problemlos und so waren wir gegen 20:30 Uhr vor Ort und enterten die Halle im besten Glauben, dass der Krach von der ersten Band des Abends stammen müsste. Das LKA war sehr gut gefüllt, wenn auch nicht ausverkauft – haben sich wohl doch ein paar Leute von den unverschämten 27 Euro an der Abendkasse abschrecken lassen! Wenn wirs gerade von Preisen haben, bei nem Shirt waren 30 Euro und für ein Schweissband stolze10 Euro fällig. Der Mercher von Mad Doggin hat ganz verschämt erwähnt („Hey, willst Du ein E?“), dass sie ihre Preise anpassen mussten und er das gerne günstiger verticken kann, wenn wir Interesse hätten... Das war aber nach dem Gig der Hanseaten nicht ganz so groß... Laut Backdrop auf der Bühne: Mad Doggin‘. Angekündigt wurden mir vom Label ein paar Tage vorher noch The Ordeal, aber ok, schau mer mal, was Mad Doggin‘ so treiben!
Wie gesagt, der Gig lief schon und obwohl die Band den allerwenigsten im Vorfeld bekannt gewesen sein dürfte, wurden sie doch wohlwollend aufgenommen, ordentlich mit Applaus bedacht und sogar gelegentlich als Grund zur Bewegung verstanden. Sie passten auch ganz gut ins Vorprogramm, typischer New Metal mit gelegentlichen gerappten Passagen, irgendwie ne etwas härtrere Version von 4LYN. In den besten Momenten gabs latente Parallelen zu Godsmack und ob das jetzt ein Kompliment ist überlass ich mal dem geschmackssicheren Leser, nen Preis für Eigenständigkeit dürften die Herren jedenfalls kaum im heimischen Regal stehen haben. Ebenso Geschmackssache ist es Shirts der eigenen Band (Gitarrist) oder des Headliners (Sänger) zu tragen, fand ich jedenfalls schon immer Panne. Toll war aber das Licht: für ne Vorband überraschend opulent und fair, da gabs später selbst beim Headliner nur ein paar zusätzliche Strobo-Effekte und besser auf die Songs angepasste Passagen mehr. Der Sound war dagegen nicht so dolle, besonders die Gitarren gingen oft völlig im Gesamtsound unter, man hörte fast nur Bass und Schlagzeug, die gelegentlichen Sub-Bässe waren viel zu laut usw. . Um 20:40 Uhr war jedenfalls Schicht für die Band, beim letzten Song schafften sie es aber noch dem Publikum auf Zeichen ein geschmettertes Uuuuhhh zu entlocken, kann man als Support schon als Erfolg verbuchen!

Danach dann erst mal Überraschung: Auf der Bühne wurde für Soulfly umgebaut! Nach Erkundigungen im Umkreis war schnell klar, dass die Opener Eyesburn bereits um 19:30 Uhr loslegen mussten! Schade auch, soll laut Zeugenaussagen recht passend gewesen sein, New Metal mit Reggae-Einflüssen und Posaune!

Wie üblich ewige Umbaupause von ca. 45 Minuten in der munter HipHop lief; auf der Bühne glühten währenddessen schon mal die Räucherstäbchen vor... Die gesamte Rückwand zierte ein Backdrop im Albumdesign, ansonsten erfreulicherweise keinerlei Bühnenschnickschnack.
Nach kurzem Intro durch die Band kam dann auch Maxe auf die Bühne und es ging direkt mit „Prophecy“, dem Titletrack und der ersten Auskopplung des neuen Albums los. Das Publikum war von Minute eins an voll dabei , sang lauthals mit, klatschte und hüpfte sich nen Wolf.
Der Basser erschien mit sommerlichem Iro. Gitarrist Mike Rizzo (im Brazilien-Trikot mit der Nr. 9) glänzte mal wieder durch kampfsportartige High-Kicks, muss aber ein sehr misstrauischer Mensch sein, denn er hatte wie auch bei Ill Nino früher, wieder seinen Rucksack auf - was der Kerl da wohl immer mit sich rumschleppt? Der 4. Song war dann auch schon Roots und lauter sollte das Publikum dann den ganzen Abend nicht mehr mitsingen. Die Band zeigte sich sehr tight, locker und spielfreudig, und das obwohl Cheffe Cavalera ja vor kurzem die komplette Band ausgetauscht hat, Respekt! Sehr guter Sound, natürlich sehr bassig-wummrig aber sogar relativ filigrane zweistimmige Gitarrenpassagen kamen gut durch die Boxen. Ab und an ging die Snare etwas unter. Bei einem Song spielte der Gitarrist auf einer doppelhälsigen Gitarre mit der der Latin-artige Mittelteil dann auch gut zur Geltung kam - der obere Hals war eine akustische Gitarre! Später kam dann (u.a. bei „Tribe“) auch das Berimbau (exotisches Instrument mit einer einzelnen Seite) zum Einsatz. Über den Abend zeigte sich Max übrigens als wahrer Verwandlungskünstler und wechselte ganze 7 mal (kein Scheiß!) sein Oberteil! Und bei „Porrada“ sah man ihn dann gar ohne Gitarre. Es folgte der Tribal-Drumming-Part wo jeder der Musiker ne Trommel vor sich hatte und munter gegroovt wurde. Als Gast war hier der Mad Doggin-Drummer Jarek mit am Start. Danach gabs dann zum zweiten Mal auf der Tour nen gemeinsamen Song („Moses“) mit Eyesburn - inklusive Posaune und Reggae-Gesang! Bei „Back to the Primitive“ trug der Sänger ganz schlau lokalpatriotisch ein sehr kleidsames VfB-Stuttgart-Heim-Trikot. Nach über 90 Minuten gabs dann als Abschluss „Eye for an Eye“. Unterm Strich ein sehr cooles Konzert, mit überraschend hohem Sepultura-Anteil, einem Song des Nailbomb-Projekts („Sum of your achievements“) und mit fast 100 Minuten Spielzeit auch angemessen lang - das war ja nicht immer so, man denke nur an einen früheren LKA-Besuch wo sie gerade mal so über ne Stunde gekommen sind.

Setlist Soulfly:

Prophecy
Seek and Strike
Living Sacrifice
Roots
Jumpdafuckup / Bring it
Territory
Execution Style
Head Up / Innerself
Sum of your achievements
Troops of Doom
Defeat you
Mars
Tribe
Mass Hypnosis
Last of the Mohicans
Porrada
Born again / Fire
Tribal-Drum-Session
Moses
Back to the Primitive
Eye for an Eye
(tj)

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