. .
  • Darkest Hour

    Bilder/slide/darkestHour2014_slide.jpg

    Mit ihrem selbstbetitelten Album gehen Darkest Hour neue musikalische Wege. Die Scheibe ist sicherlich eine der interessantesten der ... more

    Darkest Hour
  • Mantar

    Bilder/slide/mantar_slide.jpg

    Mantar sind das erste deutsche Signing von Svart Records. Ihr Debüt „Death By Burning“ ist in der Szene eingeschlagen ... more

    Mantar
  • Beastmilk

    Bilder/slide/beastmilkslide.jpg

    Mit ihrem Album „Climax“ haben die Finnen von Beastmilk eine echte Überraschung vorgelegt. Von null auf wow sozusagen. ... more

    Beastmilk
  • Sahg

    Bilder/slide/sahg_slide.jpg

    Die Norweger von Sahg haben mit ihrem vierten Album “Delusions Of Grandeur” ein rundum starkes Werk in Sachen Prog-Metal ... more

    Sahg
  • Dave Hause

    Bilder/slide/DaveHauseSlide.jpg

    Dave Hause Dave Hause ist derzeit in aller Munde. Der Ex-Frontmann von The Loved Ones hat sich in den letzten ... more

    Dave Hause

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9

Bleeding Through / Cult Of Luna / A Thin Red Line /

21.02.2005, München, Backstage

Nach einem zähen, mehrstündigen Ritt (Schneemassaker), kommen wir kurz vor acht am Münchner Venue an und wundern uns erst mal über den riesigen Zuschauerandrang. Als wir uns unters Volk gemischt hatten wurde die Verwunderung nicht kleiner: lauter Within Temptation Shirts und HIM-Aufnäher! Des Rätsels Lösung: im großen Backstage spielten am selben Abend The 69Eyes! Auch fein, der kleine Club war mir von der Aereogramme-Show damals in bester Erinnerung und auch überraschend gut gefüllt – ich bin echt schlecht im Leute-schätzen, aber ich denke es waren etwa 200. Der Eintrittspreis lag für drei Bands bei fairen 11 Euro.

Am Merch dann erst mal kurze Bekanntmachung mit der Sängerin von A thin red Line, die quasi eine Kollegin ist, denn sie schreibt auch für das Mag, das Ihr gerade eben lest! A thin red Line hatten laut Conny auch so mit dem Schnee zu kämpfen, was sie aber nicht hinderte um punkt 21 Uhr loszulegen. Ich wusste zwar, dass die Band über Sängerin und Sänger verfügt, dass dann aber auch gleich noch zwei Bassisten und somit sieben Leute die ohnehin knapp bemessene Bühne enterten, war schon eine Überraschung. Der Sänger im stilsicheren Lamb of God Shirt gab meist den fiesen Shouter, während Conny mit melodischen Passagen glänzte, was auch richtig gut funktionierte. Man hat ähnliches ja schon in anderen Genres gesehen, dass das aber auch mit sogenanntem „Metal Core“ gut funktioniert, hätte ich nicht vermutet. Soundtechnisch konnte ich anfangs leider kaum Unterschiede zwischen den beiden Bässen heraushören,. Der Bewegungsfreiheit der Band waren durch die beengten Verhältnisse natürliche Grenzen gesetzt, so blieben die Performanceanteile hauptsächlich den Mikro-Artists überlassen. Nach den knapp 25 Minuten Spielzeit blieb auf jeden Fall ein sehr positiver Eindruck, hab mir auch brav mein Demo gekauft - wobei der Hinweis erlaubt sei, dass der ein oder andere Tempowechsel die Sache wohl abwechslungsreicher gestalten würde.

In der Umbaupause stieg die Spannung im Publikum deutlich an und um 21.50 Uhr begann die Band dann mit einem sehr filigranen Intro, das sich von einem indifferenten Brummen immer mehr steigerte, die Gitarren setzten ein und schließlich auch die restliche Band. Erster Song war dann auch der Opener vom aktuellen Album. Und auch wenn das jetzt reichlich spiessig klingen mag, die Ignoranten im Publikum gingen mir schon ordentlich auf den Sack. Man kennt das vielleicht aus dem Kino, man hat ja meist das Pech, dass irgendwelche Deppen in der Nähe sitzen, Klingeltöne ausprobieren, mit Chips-Tüten rascheln oder gar jede Szene kommentieren. Und genau so gings mir jetzt auch erst mal bei einem Konzert. Da die Schweden eben auch extrem ruhige Passagen in ihren Songs haben, war das Geblubber von den Leuten schon recht störend – ignorantes Pack!. Anyway, „Leave me here“ kam im Anschluss und wurde nach ein paar Minuten durch nen derben Stromausfall sabotiert. Nach guten fünf Minuten Break gings weiter. Sänger Klas Rydberg war wohl stark erkältet, und auch nur für zwei der fünf Tracks auf der Bühne, später übernahm dann der Percussionist den Gesang. Die restliche Band gab sich voll den Songs hin und schwelgte zwischen versonnenem Taumeln und wildem Headbangen. Außer einem Instrumental vom ersten Album, dessen Name ich nicht weiß, wurde nur Material vom aktuellen Album gespielt und unterm Strich bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Einerseits wurde eine sehr verehrte Band erstmals live erlebt, anderseits war der Sound nicht wirklich druckvoll, die Spielzeit nicht befriedigend und der Stromausfall sehr schlecht für die Atmosphäre.

So, und jetzt noch kurz was zu Bleeding Through. Ich kannte die Band vor der Show nur vom Namen her, wusste, dass sie Metal Core mit Keyboard machen und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Fans der Band sollten sich die folgenden Zeilen bitte nicht zu sehr zu Herzen nehmen, es folgt mein subjektiver Eindruck. Los gings mit einem hymnischen und höllisch lauten Intro vom Band, die Band kam auf die Bühne und stellte sich für das mehrminütige Intro mit dem Rücken zum Publikum und als das dann zu ende war, gings los, und zwar sowohl auf der Bühne als auch davor. Auf der Bühne XY-Metal Core mit übelsten Pathos/Black Metal-Keyboards (die übrigens von ner Lady kamen, und ich finde ja, dass nur ganz wenig Frauen beim Headbangen toll aussehen, sie gehörte definitiv zur Mehrheit) und den üblichen „wir sind so krass und gehen voll ab“-Ansagen und Posen, vor der Bühne übte man sich im Pizzabacken/Windmühlen etc. Musikalisch war das alles sehr beliebig bis klischeehaft und dementsprechend überflüssig, wir sind nach zweieinhalb Songs gegangen...

Setlist Cult of Luna:

1. Echoes
2. Leave me here
3. Crossing Over
4. ???
5. Waiting for you

(tj)

Dieser Artikel wurde 345 mal gelesen