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Daily Riot - Fight Everything

Label: Eigenproduktion  •  VÖ-Datum: 20.02.2009 •  Genre: Oldschool Hardcore  •  Wertung: 3,5 / 7

User-Wertung: 5 (1)  •  Juni 2009

Die fünfköpfige Formation Daily Riot aus Saarbrücken gibt es schon seit ein paar Jährchen. Genauer gesagt gründeten sie sich 1993. Nach der Veröffentlichung eines Demo-Tapes und einer 7-Inch standen die Jungs anno 2002 vor einem Umbruch. Durch den Ausstieg des damaligen Sängers sah man sich gezwungen, ein komplett neues Set zu erarbeiten, und legte dann vor drei Jahren mit „For Life“ den ersten Longplayer vor. Das aktuelle Release, welches wir uns hier zur Brust nehmen, trägt den Namen „Fight Everything“ und wurde im eigenen Proberaum aufgenommen. Zunächst fällt auf, dass der Sound für eine DIY-Platte gar nicht so schlecht ausgefallen ist. Auch wenn die Produktion für moderne Maßstäbe dünn wirkt, quillt doch eine ordentliche Dosis Energie aus den Boxen. Das passt auch sehr gut zum musikalischen Stil, denn hier wird Hardcore aus einer Zeit praktiziert, als Metal noch wesentlich weniger Einfluss auf diese Musik hatte als heute. „Fight Everything“ klingt, als wäre sie vor mindestens 10 Jahren eingespielt worden, als tiefe, donnernde Gitarren noch nicht die Klangwelt des HC bestimmten. Die 15 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von 43 Minuten setzen sich aus 12 Stücken, einem Intro und zwei Bonussongs zusammen, womit der Punkt ‚Value For Money’ abgehakt wäre. Auffällig ist, dass Daily Riot ihr Hauptaugenmerk auf eingängige, melodische Parts anstelle von hartem Riffing legen. In Kombination mit dem oft tonangebenden mittleren Tempo können die Saarländer dadurch zwar einen hohen Mitgrölfaktor vorweisen, aber wirklich abwechslungsreich ist das leider nicht. Auch der engagierte Gesang – teils mit deutschen, teils mit englischen Texten – kann nicht verhehlen, dass die zur Anwendung kommenden Akkordfolgen und Melodien einfach schon zu oft gehört wurden um auch bei mehrmaligem Anhören noch Spannung zu bieten. Ich will nicht soweit gehen, diese Scheibe als Einwegprodukt zu betiteln, aber die auf „Fight Everything“ umgesetzten Einfälle reichen bestenfalls aus, eine 7-Inch mit genügend Abwechslung auszurüsten, aber bestimmt nicht ein ganzes Album. Solide Basis, fehlende Ideen. (cj)

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