
Trap Them - Darker Handcraft
Trap Them konnten mit ihrem letzten Album „Seizures In Barren Praises“ für einiges Aufsehen sorgen. Düsterer, nihilistischer Hardcore mit Einflüssen aus Crust und schwedischem Death Metal wurde hier in Reinform kultiviert. Jetzt legen die Jungs aus Seattle mit ihrem nächsten Werk nach. „Darker Handcraft“ macht von Anfang an klar, dass die Band nichts von ihrem Biss verloren hat. Im Gegenteil. Der Opener “Damage Prose“ legt ohne Rücksicht auf Verluste los. Dabei fällt gleich auf, dass die neue Platte deutlich stärker von hektischen Beats und schrägen Rhythmen geprägt ist als der Vorgänger. Dadurch entsteht ein sehr viel chaotischerer Einschlag. Trotzdem schafft es die Band aber ihre Geradlinigkeit zu bewahren, die Songs bleiben immer nachvollziehbar, das neue Material ist sogar deutlich eingängiger ausgefallen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Herren Zugeständnisse machen und ihren Sound in irgendeiner Weise geglättet haben! Weiterhin deutlich spürbar ist die Liebe der Band zu schwedischem Old-School Death-Metal, insbesondere Entombed. Die Vocals von Frontmann Ryan klingen extrem angepisst, die Gitarren sind deutlich tiefer gelegt, die Bässe wummern und die Drums scheppern wie es sich gehört. Songs wie „Every Walk A Quarantine“, „Evictionaries“ oder „The Facts“ sind bitter böse Hits. Produziert und mit einem fiesen, erdigen aber dennoch druckvollen Sound ausgestattet wurde die Platte von Converge Gitarrist Kurt Ballou. Style Punkte gibt es obendrauf für das coole Artwork. „Darker Handcraft“ ist 30 Minuten vertonte Wut in Reinform. Top. (rg)