
Cult Of Luna - Vertikal
Nach satten fünf Jahren relativer Stille um diese fast schon legendäre schwedische Postcore Band, die zu Recht in einem Atemzug mit Bands wie Isis oder auch Neurosis genannt wird, gibt es jetzt Nachschub für die lechzenden Fans. Nach Veröffentlichungen auf renommierten Labeln wie Hydra Head und Earache markiert „Vertikal“ ihren fulminanten Einstand beim Label Indie Recordings, wo sie sich in bester Gesellschaft zu Acts wie Kvelertak, Enslaved, Satyricon und auch den an anderer Stelle bereits lobend besprochenen Audrey Horne befinden. Bevor sie die Arbeiten zum Album begonnen haben, hat sich die siebenköpfige Band zunächst mal Gedanken über das Konzept dieses Werkes gemacht. Und da sind Maschinen, Wiederholungen und klare lineare Strukturen im wahrsten Sinne des Wortes tonangebend. Laut Aussagen der Band war auch die Bildsprache von Fritz Lang in seinem Überwerk „Metropolis“ ein sehr großer Einfluss. Das Ergebnis ist schlicht bombastisch und viele Bands, die in ähnlichen Gewässern navigieren, werden sich schwer tun, die extrem hoch gelegte Latte in diesem Jahr auch nur zu reißen. Nach den etwas rockigeren Tönen des Vorgängers geht es wieder zurück ins gewohnte Fahrwasser der Band. Wuchtig-zerstörerisch-mächtige Riffmonster treffen auf wunderbar schöne, melodische Momente. Die fünfjährige Pause hat der Band offensichtlich gut getan und ihr die Luft für dieses phänomenale Comeback verschafft. (tj)