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Das letzte Album von The Unseen aus Boston „State Of Discontent“ ist in der Punk Gemeinde eingeschlagen wie eine Bombe. Ihr wütender Street-Punk mit deutlichem Hardcore Einschlag bot einen willkommenen Kontrast zum populären melodic Punk in den Charts, ohne dabei die Hymnenhaftigkeit der Songs zu vernachlässigen. Jetzt veröffentlichte die Band mit „Internal Salvation“ ihr neues Album. Sänger Mark Unseen stellte sich telefonisch meinen Fragen.


Ihr habt gerade euer neues Album fertig gestellt. Wie würdest du es mit deinen eigenen Worten beschreiben?

Das neue Album „Internal  Salvation“ macht genau dort weiter wo unser letztes Album „State Of Discontent“ aufgehört hat. Der Sound ist so ziemlich derselbe da wir im selben Studio waren. Es ist also sehr ähnlich wie das letze Album. Es gibt allerdings auch einige Neuerungen da wir versucht haben neue Elemente in unseren Sound einzubringen. Wir versuchen mit jedem Album uns ein kleines Stück  weiter zu entwickeln.

Was würdest du sagen sind die Veränderungen?

Ein paar Dinge. Manche Songs sind etwas anders da Einflüsse anderer Bands zugelassen haben oder uns getraut haben etwas Neues auszuprobieren.  Wenn man so lange wie wir eine Punk Band ist, wird man schnell in eine Schublade gesteckt aus der man schwer wieder heraus kommt. Ihr macht Punk also müsst ihr so und so klingen. Ein paar Jahre zuvor haben wir aber für uns beschlossen uns nichts mehr aufzwingen zu lassen. Wir wissen wer wir sind und wofür wir stehen.  Wenn man uns Ausverkauf vorwirft nur weil wir einen etwas langsameren Song geschrieben haben, scheiß drauf. Im Endeffekt wollen wir hauptsächlich uns selbst zufrieden stellen. Wir wollen natürlich auch, dass unsere Fans, die uns seit Jahren begleiteten,  zufrieden sind, aber in erster Linie eben auch uns wir selbst.

Ihr habt euch also mehr Freiheit für Experimente eingeräumt?

Ja, definitiv. Beispielsweise beim Intro des neuen Albums haben wir diese Orgel, mit diesem Begräbnis-Sound verwendet. Es hat einfach gut zu den Samples gepasst die wir verwendet haben. Das sind Samples die wir aus den Nachrichten aufgenommen haben. Sehr verstörende Schlagzeilen die von Mord, Anti-Schwulen-Protesten, kinderschändenden Priestern und andere deprimierende Themen handeln. Wir wollten auch im Sound etwas einsetzen was diese Themen wiederspiegelt. Der erste Song greift das dann nochmal textlich auf.

Wie lange hast du gebraucht um die Samples zusammen zu suchen?

Das ging eigentlich ziemlich schnell. Es passieren so viele beschissene Dinge in der Welt. Einen Teil davon habe ich selbst aus dem Fernsehen mitgeschnitten. Ich hatte beim Nachrichten schauen immer ein Aufnahmegerät griffbereit und sobald ein krasses Thema anmoderiert wurde habe ich aufgenommen.  Andere Sachen habe ich im Internet gefunden.  Insgesamt habe ich dafür vielleicht fünf Stunden gebraucht. Verteilt über drei oder vier Wochen.

Ist es dir wichtig diese Themen die in der Welt geschehen in deinen Texten zu reflektieren?

Ja, auf jeden Fall. Ich schreibe oft über die Dinge die ich in der Welt beobachte. Das meiste davon ist nicht besonders schön. Meine Texte handeln von Kriminalität, Mord oder Armut. Es fasziniert mich in was für einer abgefuckten, verstörten Welt wir leben. Seit ein paar Jahren braucht man sich nicht mal mehr Filme anschauen um sich zu gruseln. Die Realität in den Nachrichten ist viel krasser als alles was man sich in einer Geschichte ausdenken kann. Auch einfach deshalb weil es real ist. Ich tendiere dazu über negative Themen zu schreiben. Das habe ich schon immer getan und das ist es auch worüber die meisten Punk und Hardcore Bands schreiben. Ich habe immer schon über negative Themen in meinem Leben geschrieben egal ob sie mich persönlich betreffen oder ich sie nur beobachte. Man kann allein durch den Ausdruck dieser Themen Stress abbauen.

Hilft es dir die persönlichen Probleme zu verarbeiten?

Ja definitiv. Auf den letzten beiden Alben waren Texte über Dinge die mich wirklich angepisst haben. Durch das Schreiben kann man schon Dampf ablassen und auch beim Hören der Aufnahmen. Am besten hilft es aber die Songs Live zu singen. Auch wenn es mich zu diesem Zeitpunkt vielleicht gar nicht mehr beschäftigt. Aber man erinnert sich daran wie wütend man war und es sind Kids um einen herum die das evtl. nachvollziehen können. Da gibt es dann diese Verbindung wenn die Kids mit dir mitsingen und ihren ganzen Frust ablassen. So wird aus einer negativen Sache eine positive.  

Nutzt sich das mit der Zeit ab, wenn ihr den Song auf Tour immer wieder spielt?

Das ist jeden Tag unterschiedlich. Manchmal bin ich wirklich glücklich mich an bestimmte Situationen zu erinnern. Wir haben Songs im Set die fünf Jahre alt sind und ich habe immer noch Spaß an ihnen. Das gibt mir eine gewisse Zufriedenheit, einen alten Song zu spielen den ich immer noch cool finde. 

Gibt es auf dem neuen Album einen bestimmten Song dessen Text dir besonders wichtig ist?

Ja, da gibt es einige. „At Point Break“, der dritte Song auf dem Album beispielsweise. Die zweite Strophe handelt von meiner Familie und insbesondere von meiner Mutter. Als ich aufwuchs heiratete meine Mutter diesen Typ und hatte drei weitere Kinder mit ihm. Sie lebten einen soliden Mittelklasse Lifestyle. Nicht reich und nicht arm, aber sie kamen gut aus. Er verließ sie dann und blickte nie zurück um ihr mit den Kindern zu helfen. Damals war ich 15 oder 16 und hatte bereits meinen eigenen Job. Es betraf mich selbst also nicht so stark finanziell, aber es war sehr hart für meine Mutter. Sie konnte mit den drei kleinen Kindern nicht arbeiten gehen. Das war eine sehr schwere Zeit in ihrem und auch meinem Leben. Das ist einfach eine Erinnerung die ich an früher habe. Meine Mutter kennt den Song noch gar nicht. Dieser Song ist deshalb wichtig für mich weil er mich persönlich betrifft.

Ich empfinde die Songs auf dem neuen Album etwas wütender als die Songs vom letzten.

Ja, da hast du wahrscheinlich Recht. Es ist von Album zu Album unterschiedlich. Auf dieser Platte empfinde ich auch einige Songs als ein gutes Stück wütender. Andere Leute haben aber auch schon zu mir gesagt, sie fänden das Album sei ruhiger und langsamer. Die Texte sind aber definitiv wütender.  Es kommt immer drauf an wie jemand das Album anhört. Jeder  nimmt Musik anders auf. Insgesamt ist es aber ein sehr wütendes Album, das von Frustration und Verwirrung handelt. So würde ich das zusammenfassen.

Warum habt ihr euch „Internal Salvation“ als Titel ausgesucht?

Der Name entstand erst kurz vor der Deadline als wir einen Titel brauchten. Wir hatten uns im Vorfeld ein paar Namen überlegt. Ein heißer Kandidat war „Internal Disorder“. Unser Drummer kam dann mit der Idee „Internal Salvation“, einfach weil Disorder ähnlich klingt wie Discontent, was ja im Titel unserer letzten Platte steckte. Ungefähr eine Stunde später sah ich das Artwork, dass ein Freund von uns machte. Als ich das Cover sah war klar, dass das Album „Internal Salvation“ heißen muss. Das Cover zeigt ein verstörendes christliches Bild. Ich will jetzt nicht sagen satanistisch, aber eben ein düsteres Bild mit christlichen Referenzen. Der Name passt da perfekt dazu und auch zur Stimmung der Platte. Für uns bedeutet der Titel, dass man tief in sich selbst blicken muss um herauszufinden wo man im Leben stehen will, was man machen will und wer man wirklich ist. Man muss seine eigenen Antworten finden und darf nicht darauf warten, dass jemand anders einem sagt was zu tun ist. Es geht darum seine eigenen Entscheidungen zu fällen. Dazu muss man erst in sein inneres blicken.

Behandelt ihr auf dem Album auch politische Themen?

Ja, aber weniger als noch beim letzten Album. Es hängt immer davon ab was gerade in der Welt vor sich geht und was ich davon mitbekomme während ich schreibe.  Die politischen Themen sind auch eher sozi-politisch und basieren auf dem Klassenkonflikt. Ich rede nicht über den Irakkrieg. Ein Thema, in „Right Before Our Eyes“, ist beispielsweise die globale Erwärmung. Einige Leute sagen es gibt die Erderwärmung, andere meinen es gäbe sie nicht. Aber ich selbst beobachte einige seltsame Wetterphänomene. Letzten Winter beispielsweise. Wo wir leben ist es im Winter immer bitterkalt und es schneit sehr viel. Letzten Winter bin ich mit T-Shirt auf die Straße gegangen weil es so warm war. So etwas gab es noch nie. In dem Song geht es um diese Beobachtungen und dass es so scheint als stünde die Erde kurz vorm Zusammenbruch. Es passiert genau vor unseren Augen. Auf eine gewisse Weise ist das politisch. Was können wir tun um es zu ändern, es scheint schon zu spät zu sein. Jederzeit kann eine gewaltige Welle kommen und uns wegspülen.  

Glaubst du dass du oder Musiker generell einen Einfluss auf die Welt haben und wirklich etwas verändern können?

Das ist eine schwere Frage. Ich glaube, dass man als Musiker die Ansichten einzelner Leute zum besseren verändern kann. Ich habe mich schon mit Kids unterhalten die mir gesagt haben, dass Songs von uns sie zum Nachdenken gebracht haben oder geholfen haben mit einer schwierigen Situation umzugehen. Es ist eine seltsame Situation, denn das war nie unser Ziel. Wir wollten einfach unser Zeug von der Seele bekommen. Wenn dir dann aber jemand erzählt dass deine Songs ihn davon abgehalten haben Selbstmord zu begehen ist das irgendwie seltsam. Wir hätten nie gedacht, dass wir die Macht haben das Leben anderer so zu beeinflussen. Ich glaube auch nicht, dass wir Veränderungen auf einem größeren Level bewirken können und wirklich die Welt verändern können. Man kann immer nur einzelne Leute beeinflussen. Was ja auch schon eine gute Sache ist. Vielleicht haben die wirklich großen Bands eine Chance das zu tun. Es gab gewisse Bands und Projekte die in vielerlei Hinsicht viel geholfen haben. Aber ob das wirklich die Welt verändert hat?

The Unseen sind seit dem letzten Album beträchtlich gewachsen. Wie stehst du dazu?

Unser letztes Album ist vor zwei Jahren veröffentlicht worden, es sind also ungefähr drei Jahre vergangen seit wir das letzte Album geschrieben haben.  Wir haben seitdem ein neues Bandmitglied Johnny, der schon immer ein guter Freund von uns war. Er ist jetzt seit einem Jahr in der Band. Wir haben uns musikalisch verbessert. Wenn man etwas, egal was, über eine lange Zeit macht, wird man immer besser darin. Egal ob es Football, Boxen oder ein Instrument spielen ist. Da die Band die letzten Jahre quasi non-stop auf Tour war haben wir uns natürlich auch musikalisch verbessert. Dass die Band auch in kommerzieller Hinsicht gewachsen ist, kann man auch auf die Menge an Arbeit die wir investieren zurückführen.  Unsere Plattenfirma Hellcat/Epitaph hat natürlich viel zu unserem Wachstum beigetragen. Sie haben uns viele neue Möglichkeiten geboten. Wir konnten endlich in Europa auf Tour gehen. Sie haben finanziell ganz andere Möglichkeiten uns zu unterstützen. Um als Band nach Europa zu kommen kostet allein über 5000 Dollar. Soviel Geld haben wir selbst nicht. Ich denke, dass unser Wachstum viel mit unserer Präsenz in Europa zu tun hatte. Weiterhin konnten wir mit viel größeren Band, zu denen wir sonst keinen Kontakt hätten, auftreten.  Wir haben mit Rancid in England gespielt. Was natürlich damit zu tun hat, dass John Armstrong der Besitzer von Hellcat ist.

Wie hat sich das auf dein Privatleben ausgewirkt?

Eigentlich gar nicht so sehr. Finanziell gesehen ist alles beim alten geblieben. Für uns ist es noch immer sehr schwer alle unsere Rechnungen zu bezahlen. Die meiste Zeit sind wir unterwegs und wenn wir dann mal zuhause sind ist es schwer Arbeit zu finden. Niemand gibt einem einen Job für einen Monat. Einige unserer Mitglieder haben ihre Beziehung verloren. Auch weil wir so viel weg sind. Es ist schwer eine Freundin zu finden die damit zu Recht kommt, dass man neun Monate im Jahr auf Tour ist. Unsere Leben haben sich insofern geändert, dass wir viel umziehen mussten und eben Beziehungen verloren haben. Das ist es im Grunde schon. Wir sind aber als Freunde und Band sehr viel enger zusammen gewachsen, einfach weil wir so viel Zeit zusammen verbringen. Finanziell hat es sich aber nicht gelohnt. Was aber natürlich auch nicht der Beweggrund für uns ist. Wenn mir natürlich jemand eine Million Dollar geben würde um The Unseen zu sein und uns gleichzeitig erlaubt so zu sein wie wir wollen, würde ich das Geld natürlich sehr gern nehmen. Aber ich mach das nicht für das Geld sondern weil ich es liebe. Ich glaube wirklich, dass das meine Berufung ist. Zu reisen und Musik zu machen.

Das klingt nach einem harten Leben.

Es gibt natürlich auch angenehme Sachen. Man bekommt die Gelegenheit die Welt zu sehen, die ich ansonsten nicht hätte. Im letzten Jahr war ich zweimal in England, in ganz Europa, Deutschland, Amsterdam, Spanien, Schweiz. Ohne die Band wäre ich niemals dort hingekommen. Wir waren auch überall in Kanada, Neuseeland und Australien. Es ist natürlich großartig all diese Orte zu sehen. Wenn man dann aber mit gerademal 2000 Dollar nach Hause kommt, ist das nicht viel. Das hätte ich in jedem anderen Job auch verdienen können und hätte in meinem eigenen Bett schlafen können. Stattdessen bin ich aber um die Welt gereist und habe mal in Hotels mal im Van gepennt. Es gibt keine Sicherheit in diesem Job. Wenn man sich die Sache aus der Perspektive eines Erwachsenen betrachtet, was ich eigentlich nicht mache, ist es auf eine Weise sogar eine gefährliche Sache. Man verbringt all diese Zeit etwas zu tun aber man hat nichts worauf man zurück greifen kann. Wir haben keine Versicherung, keine Krankenversicherung und auch keine Rentenversicherung. Es gibt keine Garantie dass in 20 Jahren noch jemand ein Album von The Unseen kaufen will und wir einen Scheck von einem Label bekommen. Es ist riskant weil man all diese Jahre investiert und wenn es vorbei ist, weiß man nichts mit sich anzufangen. Man muss sich einen geregelten Lebensstil anpassen, einen Job finden und hoffen, dass man überleben kann. Ich will jetzt nicht deprimiert klingen. Aber das ist eine Seite des Ganzen die viele Leute nicht sehen. Man muss so viele Opfer bringen um ein tourender Musiker sein zu können. Die Leute sehen nur die Band auf der Bühne und denken nicht daran, dass der Fan nach Hause gehen kann, die Band sich aber am anderen Ende der Welt befindet und nicht weiß wo sie morgen Frühstücken werden.

Was ist es also was dich noch immer dazu antreibt das zu tun?

Hauptsächlich weil ich es einfach liebe zu tun. Es ist alles was ich kenne und es ist alles was ich tun will. Ich habe von 15 bis 22 in einem regulären Job gearbeitet. Normalerweise fängt man in Amerika nicht vor 20 an richtig zu arbeiten. Man geht zur Schule und aufs College und lebt dann noch ein bisschen von den Eltern. Ich musste früh anfangen zu arbeiten weil meine Familie wenig Geld hatte. Ich hatte es so satt 50 Stunden die Woche zu arbeiten und dabei vor die Hunde zu gehen. Ich wollte einfach etwas tun was mir Spaß macht. Ich hatte immer Spaß an der Musik und mit der Zeit haben wir die Gelegenheit bekommen herumzufahren und Geld dafür zu bekommen. Im Moment können wir mit The Unseen ungefähr so viel verdienen wie in einem normalen Job. Vorausgesetzt wir sind permanent auf Tour.  Das ist es absolut Wert. Ich kann also meine Rechnungen bezahlen und  während wir zuhause sind die freie Zeit gut nutzen um andere Dinge zu tun.

Was ist die Essenz von Punk für dich?

Für mich bedeutet Punk tun zu können was man will und es auf seine eigene Weise zu tun. Heutzutage gibt es so viele Arten von Punk, dass man manchmal gar nicht mehr weiß was es eigentlich ist. Man kann überall Punk kaufen, in jedem großen Laden bekommt man Platten von Discharge oder The Exploited. Das kommt mir irgendwie komisch vor. Punk wurde in den letzten Jahren sehr viel sicherer und trendier. Ich denke diese Entwicklung wird sich weiter verstärken. Vieles hat mit Technologie zu tun, aber auch damit dass die Leute die früher Punks waren heute Jobs in großen Firmen haben und diese Einstellung in den Job einbringt. Wenn jemand der früher Sham 69 Fan war und in einem Plattenladen arbeitet wird es in dem Laden wohl Sham 69 zu kaufen geben.  In den späten 70ern und frühen 80ern war das Ganze noch sehr viel gefährlicher. Wenn man da einen Iro hatte war das ein echter Schocker. Heute fällt das kaum noch auf im Straßenbild. Man kann in jedem Laden Lila Haartönung kaufen und sich im Einkaufszentrum piercen lassen. Der Schock-Effekt ist verloren gegangen. Aber für mich ist Punk eher eine Attitüde und eine Einstellung als ein Kleidungsstil.

Glaubst du dies geht heute verloren, da sich Punk und Mainstream Pop-Kultur vermischen?

Zu einem gewissen Grad sicherlich. Aber ich glaube auch, dass die Bedeutung für die Leute die diesen Lifestyle wirklich ernsthaft Leben erhalten bleibt.

Was sind eure Zukunftspläne?

Wir werden die Warped Tour spielen und im September und Oktober wollen wir in England auf Tour gehen. Wir wollen an vielen Plätzen in Europa spielen. Auf jeden Fall auch in Deutschland.

Hast du noch letzte Worte?

Vielen Dank  an alle Leute die uns über die Jahre unterstützt haben. Bitte checkt unsere Myspace Seite ab. Das neue Album erscheint am 11.Juni, checkt es ab.

Rolf Gehring

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Review: Internal Salvation, 2007 (rg)