. .
  • Darkest Hour

    Bilder/slide/darkestHour2014_slide.jpg

    Mit ihrem selbstbetitelten Album gehen Darkest Hour neue musikalische Wege. Die Scheibe ist sicherlich eine der interessantesten der ... more

    Darkest Hour
  • Mantar

    Bilder/slide/mantar_slide.jpg

    Mantar sind das erste deutsche Signing von Svart Records. Ihr Debüt „Death By Burning“ ist in der Szene eingeschlagen ... more

    Mantar
  • Beastmilk

    Bilder/slide/beastmilkslide.jpg

    Mit ihrem Album „Climax“ haben die Finnen von Beastmilk eine echte Überraschung vorgelegt. Von null auf wow sozusagen. ... more

    Beastmilk
  • Sahg

    Bilder/slide/sahg_slide.jpg

    Die Norweger von Sahg haben mit ihrem vierten Album “Delusions Of Grandeur” ein rundum starkes Werk in Sachen Prog-Metal ... more

    Sahg
  • Dave Hause

    Bilder/slide/DaveHauseSlide.jpg

    Dave Hause Dave Hause ist derzeit in aller Munde. Der Ex-Frontmann von The Loved Ones hat sich in den letzten ... more

    Dave Hause

Bury Your Dead haben sich mit ihrem neuen Album “It´s Nothing Personal” deutlich weiter entwickelt. Die Band hat eine Veränderung vom verschrobenen und teilweise eindimensionalen Metal Monster zu einer vielschichtigen und spannenden Band durchgemacht. Ich stellte Sänger Myke ein paar Fragen zum neuen Album.

Wie würdest du das neue Album charakterisieren?

Das neue Album ist smarte, gut überlegte, aggressive Rockmusik.

Das neue Album ist definitiv melodischer als alles was ihr bisher gemacht habt. War das euer erklärtes Ziel als ihr die Songs geschrieben habt?

Wir wollten einfach das beste und härteste Album schreiben das wir konnten. Wir wollten ein Album machen, das alles reflektiert was wir in dem Jahr zuvor durchgemacht haben.

Worauf habt ihr euch konzentriert?

Das Einzige worauf wir uns konzentriert haben, war, unser Bestes zu geben.

Hat euch etwas Bestimmtes beim Schreiben der Songs beeinflusst?

Ja, unser Haupteinfluss war all das, was wir 2008 erlebt hatten. Ob es der Verlust von Mitgliedern war, schlechte Touren, sich aufzulösen oder fast zu sterben. Es war auf jeden Fall eine turbulente Zeit für die Band. Es war sehr therapeutisch für uns, ins Studio gehen zu können und all diese schlechten Emotionen auf unserem Album abzuladen. So konnten wir es verarbeiten.

Euer letztes Album ging schon in eine deutlich melodischere Ecke. Ich kann mir vorstellen, dass sich einige Fans darüber gewundert haben. Wie reagiert ihr darauf? Wie geht ihr mit den Erwartungen an euch um?

Das hätte eigentlich niemanden verwunden dürfen. Wir waren immer eine Band, die sich konstant weiter entwickelt und verändert hat. Dieses Album ist eine natürliche Weiterentwicklung vom letzten Album. Genauso wie das selbstbetitelte Album eine Weiterentwicklung von “The Beauty And The Breakdown” war und so weiter. Es sollte also niemanden verwundern, dass wir uns verändern, denn wir können uns das erlauben und sind auch gut dabei. Die Erwartungen Außenstehender zählen da nicht. Im Endeffekt machen wir die Musik die uns gefällt weil wir das so wollen. Wir spielen das was wir selbst hören wollen, nicht das von dem jemand anderes denkt es sei cool oder akzeptabel.

Wie geht ihr damit um, dass ihr mit dieser Haltung Fans verlieren könntet?

Auf jeden, der das neue Material nicht mag, kommen 5-10 Leute die unsere neuen Songs lieben. Das ist also nichts weswegen wir nicht schlafen können. Die Menschen verändern sich und werden erwachsen. Man kann nicht dasselbe Album immer und immer wieder schreiben. Das wäre eine sehr engstirnige Sichtweise. Wir sind sehr offen allem möglichem Zeug gegenüber und immer auf der Suche nach Neuem um uns zu verbessern.

Es scheint, als ob Sänger Myke seine Stimme sehr viel selbstbewusster einsetzt als noch beim letzten Album.

Auf jeden Fall. Es gab nicht mehr so viel Druck wie beim letzten Album. Ich hatte die Gelegenheit, alles was ich wollte auszuprobieren. Das war sehr hilfreich dabei den Aufnahmeprozess so glatt ablaufen zu lassen wie er es tat.  

Myke ist schon euer vierter Sänger. Wie kommt es, dass ihr so oft den Sänger wechselt?

Man muss sich eben so lange durchbeißen bis man schließlich den Besten gefunden hat.

Wie würdest du die Entwicklung der Band beschreiben?

Ich denke nicht, dass die Entwicklung wirklich bedeutend ist. Die Leute werden älter, ihr Geschmack ändert sich. Die Lebenserfahrung verändert den Blick auf viele Aspekte des Lebens und auch wie man Musik macht. Das ist simpel.

Ihr hattet einen schweren Autounfall im letzten Jahr. Was ist genau passiert?

Wir wären in Kanada fast draufgegangen. Wir sind am frühen Morgen auf dem Weg zu unserer ersten Show von der Straße abgekommen und haben uns viermal überschlagen.

Was ging währenddessen und danach in euren Köpfen vor?

Ich bin mir sicher, dass jeder dachte „Wir werden alle sterben“. Das ist zum Glück nicht passiert. Einige der Bandmitglieder trugen schwere Verletzungen davon, andere nicht. Es war ein sehr surreales Erlebnis.

Was wollt ihr erreichen wenn ihr Songs schreibt?

Wir wollen mit den Leuten kommunizieren. Wir wollen mitteilen wie wir uns fühlen und die Leute ansprechen, die gleich fühlen wie wir und mit denselben Dingen kämpfen.

Wovon handeln eure Texte?

Vom erwachsen werden, alt werden, lernen, lieben, verlieren, Abschied nehmen und allem dazwischen.

Wofür steht der Titel “It´s nothing personal”?

Es meint das genaue Gegenteil von dem was es sagt. Das ist unser persönlichstes Album bisher.

Was symbolisiert das Artwork?

Sich allein zu fühlen.

Werdet ihr in Deutschland auf Tour gehen?

Ja. Wir arbeiten im Moment daran, im Winter wieder in Europa zu spielen. Haltet die Augen offen.

Hast du noch letzte Worte?

Holt euch unser neues Album „It´s Nothing Personal“ und kommt zu unseren Shows. Vielen Dank für das Interview und fürs Lesen.

Rolf Gehring

Dieser Artikel wurde 524 mal gelesen

Review: Cover Your Tracks, 2004 (rg)
Review: The Beauty And The Breakdown, 2006 (rg)
Review: Beauty And The Breakdown, 2006 (tj)
Review: Bury Your Dead, 2008 (rg)
Review: It´s Nothing Personal, 2009 (rg)