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Willkommen an Bord - Traumjob Flugbegleiter.

Tatort: Sofa. Tatzeit: Sonntagabend. Beschäftigung: fernsehen. „Tatort“ lief zwar nicht, stattdessen aber dennoch die Zeit auf der ARD mit dem anspruchsvollen und von der Kritik gelobten „Mogadischu“ vertrieben. Danach: Zapping! RTL toppt den Fernsehabend mit der Reportage „Willkommen an Bord - Traumjob Flugbegleiter“. Das ist mal Product Placement von RTL! Zurück zu Anne Will. Ist wie immer nach 15 Minuten nicht mehr zu ertragen, auch oder wegen des Themas der Stunde, dem deutschen Herbst. Es beschleicht einen das Gefühl, dass zumindest für kurze Zeit „der Herbst“ den zweiten Weltkrieg abgelöst hat. Im Kopf mal eben mögliche Guido Knopp Reportage Themen durchgespielt – a la „Wisnewskis Wunderwelt“, „Meinhofs Macken“ oder „Baaders Bitches“ – Ja, gut gemacht Gehirn: passt. Am besten du rufst gleich mal den Guido an. In Ermangelung von Apparat und Kenntnis der Nummer blitzt noch der Gedanke durchs Hirn, dass Baader jawohl mit Abstand der coolste war und ein eigenes Modelabel hätte, wäre er noch am Leben. „Poldi, Schweini und Baadi Trademark“ oder so. Geht wohl zu weit dieser Gedanke. Bin mal gespannt ob Christian Klar dann doch noch exklusiv bei Johannes B. Kerner sein jahrelanges Schweigen brechen darf. Mit dem Zweiten sieht man eben doch besser.

Product Placement im eigentlichen Sinn ist das, was man auf Deutsch mit Schleichwerbung bezeichnet. Die Einbindung von McDonald’s in „Das Fünfte Element“ beispielsweise beruhigt, denn auch in der Zukunft wird man noch seinen Big Mac bekommen. Und zumindest Audi wird die Wirtschaftskrise überleben, denn in der „I, Robot“ Zukunft fahren nur noch bayerische Karossen rum – Vorsprung durch Technik!
Schlechtes Product Placement betreibt die Drogeriekette Schlecker, wenn sie die Schwangerschaftstests unter den Kondomen feilbietet. Wobei die beiden Produkte ja thematisch doch ganz gut zusammenpassen. Gut machen sich auch Bolzenschneider neben Fahrradschlössern bei OBI oder Praktiker.

Ob gutes oder schlechtes Product Placement bei Andrea „Kiwi“ Kiewel vorlag, weiß ich bis heute nicht, die wurde von den Öffentlich-Rechtlichen wegen zu viel Schleichwerbung geschasst, was ihr aber für sehr kurze Zeit sehr große Medienpräsenz bescherte. Immerhin. Der Marktwert ist inzwischen zum Glück wieder gesunken, so dass sie uns in der Öffentlichkeit vorerst erspart bleiben dürfte. Das letzte übrigens was ich von Susann Stahnke gesehen habe war Werbung für ein weibliches Pendant zum Pissoir. Es erinnerte entfernt an eine Schultüte. Kann auch Verona Pooth gewesen sein, oder die Dings da, die Andere vom Big Superstar Brother is watching Supermodel Camp. Die Unterscheidung der Stars und Sternchen fällt ob des Informationsüberangebots an – mittlerweile –mittelalten Frauen, die nichts „gelernt“ haben außer lächeln und medial präsent zu sein, schwer. Insofern ein echter Glücksgriff (Achtung: jetzt wird’s kurz böse!) Sylvie van der Vaarts Schachzug mit dem Brustkrebs. Das ist mal was Neues. Dann aber lieber gleich den „Michael Jackson“ wählen, aber das ist meines Wissens mit „den Möllemann machen“ wohl schon urheberrechtlich geschützt. Männer vermarkten sich einfach besser.

Nix können und Geld damit verdienen ist auch eine Kunst. Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist. Somit sind wir alle also Journalisten, Finanzexperten, Facility Manager und – Künstler. All diese Titel sind nämlich nicht geschützt oder zwingend mit einer Ausbildung verbunden.

In dieser Funktion als journalistisch versierter Künstler muss folgendes investigativ aufgedeckt werden: Schicksal und Tragik sollen hier mal erklärt werden. Thüringens derzeitig größtes Exportgut scheint Mitgefühl zu sein. Inszeniert von allerlei Medien wird deren Ministerpräsident grade wie die sprichwörtliche Sau (die allerdings durchs Dorf) durch die Feuilletons getrieben. Mitleid verdient der ja meinetwegen. Es ist aber nichts „tragisches“ dran. Wenn man nämlich einen vermeidbaren Unfall verschuldet, dann ist das eigenes verschulden und kein unabwendbares und / oder unverdient ereiltes Schicksal durch eine gottähnliche Instanz.

Faustregel:
„fahrlässiger Unfall“:
Kennzeichen: kein Zufall, wäre vermeidbar gewesen und / oder ist fahrlässig hervorgerufen worden.
Angemessen Gefühlsreaktion: von traurig bis schadenfroh.
Bsp: Skiunfall, Fußball in die Leisten.
„tragischer Unfall“:
Kennzeichen: Unverdient ereiltes körperliches oder seelisches Leiden, „Schicksal“, jemand wird also unabwendbar und schuldlos (willkürlich) in Mitleidenschaft gezogen, es handelt sich aber keinesfalls um die gerechte Strafe, denn Tragik beinhaltet stets Mitleid. Und das empfinden wir nur, wenn etwas „furchtbar“ ist.
Angemessene Gefühlsreaktion: Ergriffenheit bis „Du Arschloch!“
Bsp: Opel Arbeiter, Opfer eines Amoklaufs und der Klassiker: Ödipus.

Ja ok, ich hab Deutsch studiert und hab mich dabei mit Aristoteles Tragik Theorie beschäftigt. Ich bin deshalb kein besserer Mensch, jeder Depp kann das bei Wikipedia nachlesen, aber ich kann das halt noch nach sechs Bier „freestyle“ erklären. Die Frage stellt sich natürlich, ob Frau van der Vaart jetzt eine „tragische“ Figur ist oder nicht. Leserbriefe und Mails bitte zahlreich schreiben oder nicht, mir egal. Ich krieg deshalb auch nicht mehr oder weniger Geld.

Einen hab ich dann noch für den geneigten helldriver Humor:
Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg) tat jüngst kund, man habe sich von den Bayern „abschlachten“ lassen (0-3). Trat jemals ein Armenier an die Öffentlichkeit und sprach ob der 1,5 Millionen Ermordeten von einer Niederlage gegen die Türken in einem stinknormalen Bundesligaspiel?

van der Schüü

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