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Bleed The Sky waren mit ihrem Debut auf Nuclear Blast eine echte Überraschung. Einerseits weil sich das schwäbische Label recht lange aus der grassierenden Metalcore-Signwut herausgehalten hatte und andererseits, weil ihr Debut „Paradigm In Entropy“ gar nicht von schlechten Eltern und alles andere als der sonst so gern gereichte Einheitsbrei war. Dieser Tage erscheint der Nachfolger „Murder The Dance“ – allerdings überraschend bei Massacre Records! Jede Menge Gründe also für ein Interview mit der Band, den Helldriver-Fragen stellte sich Sänger Noah Robinson.

H: Ich war ja ordentlich überrascht, dass Euer zweites Album nicht von Nuclear Blast sondern über Massacre Records veröffentlicht wird. Was ist denn passiert und wieso seid Ihr jetzt bei Massacre?

NR: Ganz ehrlich, ich bin mir gar nicht so sicher was da passiert ist. Ich habs über Blabbermouth.net mitbekommen! Und ich hab bis heute tatsächlich keine direkte Ansage zum Thema von unserem Label bekommen!

H: Unglaubliche Sache das! Aber weiter mit dem aktuellen Album, bzw. dessen Titel „Murder The Dance“. Ich kenne zwar die einzelnen Wörter, bin mir aber nicht sicher, was Ihr damit meint...

NR: Für uns heißt es einfach so viel wie „Scheiß auf die Regeln des Systems!“. Tänze haben immer irgendwelche vorgeschriebene Schrittfolgen/Regeln und wir kümmern uns nicht um so was. Alles auf diesem Album ist also ein großer, ausgestreckter Mittelfinger in Richtung Regeln.

H: Produziert hat das Album Christian Olde Wolbers, den man ja gemeinhin als Bassist und später dann Gitarrist von Fear Factory kennt. Wie kam der Kontakt zustande?

NR: Er hat ja auch schon das erste Album von Threat Signal produziert, und mit denen sind wir eng befreundet. Sie haben dann also den Kontakt hergestellt und wir waren alle schnell begeistert von der Idee etwas zusammen zu machen.

H: Im Vergleich zu Ben Schigel, der ja Euer Debut produziert hat, und jetzt Christian Olde Wolbers, wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden?

NR: Der größte Unterschied zwischen der Produktion der beiden Alben liegt in der Zeit, die wir für die Arbeit zur Verfügung hatten. Als wir „Paradigm In Entropy“ aufgenommen haben, wurden wir extrem gehetzt, aber jetzt bei „Murder The Dance“ haben wir uns die Zeit genommen, die wir brauchten und sind somit sicher gegangen, dass alles so läuft, wie wir das wollten. Beide Produzenten sind Meister ihres Fachs, aber Christian hat auf jeden Fall einen eher metallastigen Ansatz, was für uns prima funktioniert hat.

H: Ich hab gelesen, dass es auch eine limitierte Erstausgabe von „Murder The Dance“ geben wird, wie wird sich die denn von der regulären unterscheiden?

NR: Ich glaube auf der limitierten wird eine alternative Aufnahme von „Occam’s Razor“ als Bonustrack sein und zudem noch mehr Fotos.

H:  Was ist denn eigentlich mit Eurer Homepage www.bleedthesky.com los, ich hab mehrmals versucht sie anzuwählen und hab immer nur Fehlermeldungen bekommen...

NR: Wir hatten ne Menge Serverprobleme und haben uns deswegen entschieden uns erst mal auf unseren Myspace-Auftritt zu konzentrieren. Die Probleme sollten wir aber bald wieder im Griff haben. (Die Seite ist nach wie vor down, und mittlerweile kommt keine Fehlermeldung mehr, sondern sogar ne Ansage, dass die Domain evtl. zum Verkauf steht! Anmerk. d. Verf.)

H: Ich dachte auch, dass Ihr in Kalifornien zu Hause seid, auf der Myspace-Seite stand aber, dass Ihr aus Oklahoma seid...

NR: Wir sind letzten August nach Oklahoma umgezogen. Wir brauchten einen Ortswechsel und die meisten von uns sind ohnehin aus dem Mittleren Westen.

H: Mit der Veröffentlichung ist offensichtlich aber auch einiges schief gelaufen, denn in einem Myspace-Blogeintrag war von einer Veröffentlichung im Herbst 2007 die Rede – was war denn los?

NR: Naja, zunächst wurde mal während der Aufnahmen, im Januar 2007, mein Sohn geboren. Hinzu kam, dass bei einem von uns ein Familienmitglied ganz derbe Gesundheitsprobleme hatte und er somit nur zu bestimmten Zeiten aufnehmen konnte. Irgendwie haben wir es dann doch noch geschafft alles auf die Reihe zu bekommen, es war aber mal echt ein steiniger Weg – um es gelinde auszudrücken!

H: Bei einem der Songs habt Ihr Jeremy Hall von Audkik als Gastsänger mit dabei. Sag mal ein paar Worte zu ihm und seiner Band, denn ich denke, dass die hier in Europa nicht wirklich bekannt sind.

NR: Wir sind schon seit vielen Jahren mit Jeremy und den anderen Audkik Jungs befreundet. Meine Exband in Oklahoma, bei der ich von 2000-2002 war, hat viele regionale Shows mit Audkik gespielt, ich wusste also schon lange, was er drauf hat. Sie sind eine unserer Lieblings-Metalbands.

H: Das neue Material ist deutlich abwechslungsreicher als die Songs auf Eurem Debut, die ja schon größtenteils vom Metalcore geprägt wurden. Jetzt gibt es Songs, die mehr Groove-orientiert sind und aber auch Sachen, die schon in die Southern Metal-Richtung gehen. War das Absicht, oder eher so ne unbewusste, natürliche Entwicklung?

NR: Das war außerordentlich natürlich für uns. Wir wollten das eigentlich schon immer so haben, haben es auf dem ersten Album aber einfach nicht hinbekommen. Wir wollten ein Album schreiben, dass wir uns privat mit genauso viel Spaß anhören würden, wie wir das mit unseren Lieblingsalben tun.

H: Eure Karriere verlief zu Anfang ja fast schon im Zeitraffer, nach nur einem 4-Track-Demo habt Ihr gleich bei einem ziemlich großen Label unterschrieben, andere Bands schaffen es erst gar nie so weit. Was meinst Du hatte das für Auswirkungen auf Euch?

NR: Ich denke musikalisch waren wir damals auf jeden Fall schon so weit, aber es fehlte eben an Erfahrung und anderen Sachen im Business. Wir hatten natürlich Glück, dass sich diese Möglichkeit bot, und es kann an sich nur besser werden.

H: 2006 wurde Euch ein Anhänger mit Eurem gesamten Equipment gestohlen, ist von den Sachen zwischenzeitlich eigentlich irgendwann wieder etwas aufgetaucht?

NR: Wir haben nie wieder irgendetwas von dem Equipment gehört. Wir haben es mit der Hilfe von Sponsoren und unseren Fans geschafft wieder einsatzfähig zu werden. Die Fans waren richtig großzügig mit ihren Spenden und wir finden, dass wir überhaupt die besten Fans haben, die sich eine Band nur wünschen kann.

H: Mir ist auch aufgefallen, dass Ihr jetzt einen anderen Schriftzug habt. Warum eigentlich? Macht Ihr das jetzt mit jedem Album so, wie z.B. ja auch Voivod?

NR: Für uns hat das alte Logo einfach nicht zu unserem Sound gepasst. Wir haben uns aber auch noch nicht entschieden, ob wir jetzt bei dem Logo bleiben. Ich denke, spätestens mit dem dritten Album sind wir da dann schlauer!

H: So, und zum Abschluß die Frage, ob es schon konkrete Pläne für einen Tourabstecher nach Europa gibt?

NR: Leider gibt’s dafür momentan keine konkreten Pläne. Aber ich bin mir sicher, dass wir da für den Winter irgendwas hinbekommen!

H: Ok, das wars, danke fürs Interview – noch irgendwelche Anmerkungen?

NR: Hütet Euch vor der Machtübernahme der Zombies, die gibts wirklich! Danke dass Du Dir die Zeit fürs Interview genommen hast, wir werden Euch schon bald in die europäischen Metalärsche treten!

Thomas Jentsch

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Review: Paradigm in Entropy, 2005 (tj)
Review: Murder The Dance, 2008 (tj)