. .
  • Darkest Hour

    Bilder/slide/darkestHour2014_slide.jpg

    Mit ihrem selbstbetitelten Album gehen Darkest Hour neue musikalische Wege. Die Scheibe ist sicherlich eine der interessantesten der ... more

    Darkest Hour
  • Mantar

    Bilder/slide/mantar_slide.jpg

    Mantar sind das erste deutsche Signing von Svart Records. Ihr Debüt „Death By Burning“ ist in der Szene eingeschlagen ... more

    Mantar
  • Beastmilk

    Bilder/slide/beastmilkslide.jpg

    Mit ihrem Album „Climax“ haben die Finnen von Beastmilk eine echte Überraschung vorgelegt. Von null auf wow sozusagen. ... more

    Beastmilk
  • Sahg

    Bilder/slide/sahg_slide.jpg

    Die Norweger von Sahg haben mit ihrem vierten Album “Delusions Of Grandeur” ein rundum starkes Werk in Sachen Prog-Metal ... more

    Sahg
  • Dave Hause

    Bilder/slide/DaveHauseSlide.jpg

    Dave Hause Dave Hause ist derzeit in aller Munde. Der Ex-Frontmann von The Loved Ones hat sich in den letzten ... more

    Dave Hause

Am 01.06.01 traf ich mich mit Pennywise Bassist Randy, nach einer grandiosen Show im Rahmen der Deconstruction-Tour, zum Interview. Randy stelle sich dabei als sehr intelligenter und freundlicher Zeitgenosse heraus. Es sein angemerkt, dass er nicht mehr ganz n?chtern war und sich ab und zu etwas wirr ausdr?ckt. Das tat dem Informationsgehalt aber keinen Abbruch. Hier ist was dabei rauskam.

Kannst du erst mal die Band vorstellen.

Die gibt es seit 1997. Fletcher und Jason haben sie gegr?ndet, nachdem sie verschiedene Drummer und S?nger ausprobiert haben, haben sie sich schlie?lich mit Byron und Jim zusammengetan. Sie haben viel auf Partys und so gespielt und eine EP rausgebracht. Schlie?lich haben sie Brett von Epitaph ?berzeugt ihre erste CD zu ver?ffentlichen. Das war dann auch als ich die Band zum ersten Mal geh?rt habe. Ich war ein gro?er Fan der Band. Ich traf die Jungs dann einmal und habe ihnen gesagt, dass ich die Band sehr mag. 1991 musste Jim die Band verlassen. Also haben sie mich angerufen und gefragt ob ich nicht Bass spielen wollte. Jason sollte singen. Wir wollten dann Unkown Road aufnehmen, und Jason war zwar ein guter S?nger, aber er war eben nicht Jim. Also holten sie wieder Jim zur?ck. Ich ging wieder in meine Band. Sp?ter hat Jason dann die Band verlassen, es ging ihm in dieser Zeit nicht gut, und er brauchte einfach etwas Zeit. Fletcher hat mich dann zur?ckgerufen und ich war wieder in der Band. Wir sind dann f?r neun Monate auf Tour mit About Time gegangen. Als Jason dann zur?ckkam, wollten sie mich nicht mehr einfach aus der Band werfen, also habe ich die Zweite Gitarre ?bernommen und Jason war wieder am Bass. Als Jason, dann doch wieder von seinen Problemen eingeholt wurde und schlie?lich starb, wollten wir die Band eigentlich aufl?sen. Aber Jason hat die Band mitgegr?ndet und er h?tte nicht gewollt, dass wir die Band aufl?sen. Wir haben dar?ber nachgedacht und schlie?lich beschlossen, dass wir uns nicht aufl?sen und seine Messages weiter verbreiten. Das n?chste Album war dann ?Full Circle?. Von da an haben wir einfach weitergemacht. Heute sind wir hier.

Wie l?uft denn die Tour so?

Sie l?uft sehr gut. Wir spielen sehr gute Shows. Jasons Bruder ist mit uns dabei. Wir haben viel Spa?. Hier in Z?rich war die Show sehr klein. Die anderen waren gr??er. Wir kennen viele der Bands schon und wir haben viel Spa? mit ihnen.

(.....im Hintergrund f?ngt der Rest von Pennywise an zu randalieren)

Was kannst du zum neuen Album ?Land of the Free?? sagen?

Da muss ich etwas weiter ausholen. Als wir unser letztes Album ?Straight Ahead? geschrieben haben, hatten wir bereits vier Alben rausgebracht. Das erste Album war halt das erste Album und das zweite war dann die Weiterf?hrung vom ersten Album du so weiter.....du weist was ich mein.

(....an dieser Stelle gehen wir an einen ruhigeren Ort, denn die Randale nimmt langsam ?berhand.....Tisch fliegen durch die Gegend und so.....)

Wo waren wir stehengeblieben??? Ach ja. Bei ?Straight Ahead? haben wir auf der Suche nach einem Weg uns weiterzuentwickeln. Es war schlie?lich unser f?nftes Album und wir wollten nicht, dass sich alle gleich anh?ren. Wir lieben unsere Musik und unsere Fans lieben sie auch. Wenn du ein Bob Marley Fan bist und du kaufst ein Bob Marley Album, dann willst du auch Bob Marley h?ren. Wenn er jetzt auf einmal Jazz machen w?rde w?rst du entt?uscht. Wir haben also auf der einen Seite versucht unseren Sound beizubehalten aber uns auch zu ver?ndern, weil wir nicht immer wieder das selbe Album rausbringen wollen. Wir haben uns also bei ?Straight Ahead? stark auf das konzentriert und wirklich hart daran gearbeitet. Ich finde wir haben es auch fast geschafft alles richtig zu machen. Es ist ein sehr gutes Album aber im nachhinein st?rt mich einiges daran. Wir haben damals viel gestritten, wir wussten nicht genau welche Songs wir drauf machen sollten. Schlie?lich haben wir alle 17 songs draufgemacht. Bei dem neuen Album haben wir uns nicht auf etwas verkrampft, sondern ganz locker die Songs geschrieben. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Die Idee von ?Straight Ahead? hat sich allerdings doch noch gehalten und ich denke, dass wir mit ?Land of the free?? durch Zufall, genau das erreicht haben was wir urspr?nglich mit ?Straight Ahead? erreichen wollten. Mit diesem Album haben wir unserem Sound eine neue Dimension hinzugef?gt aber gleichzeitig auch unsere bekannten Elemente die unsere Fans lieben beibehalten. Es klingt anders, aber es klingt doch vertraut. Wer Pennywise liebt wird dieses Album lieben. Ich selbst liebe es. Das ist auch unser Ma?. Wenn wir es lieben ist es gut und es werden auch ein paar andere Menschen m?gen. Wir sind selbst unsere gr??ten Fans.

Wir war der Aufnahme Prozess?

Viel streiten uns immer sehr viel ?ber kleine Dinge wie zum Beispiel ob an einer bestimmten stelle ein Drum-fill oder Becken Schl?ge besser passen. Wir sind alles Dickk?pfe. Wir streiten uns Tagelang ?ber solche Kleinigkeiten. Besonders Fletcher hat zu allem eine Meinung, also musst du viel mit Streiten. Das ist wie wenn du dich am Morgen anziehst und du willst ein rotes Shirt, scharze Hosen und schwarze Schuhe anziehen, und deine Freundin kommt und sagt, dass du lieber braune Schuhe tragen sollst. Dann wirst du sagen: ?Nein, auf keinen Fall, braune Schuhe w?rden alles kaputt machen.? Und wenn sich dann vier Leute dar?ber Streiten was du anziehen sollst drehst du irgendwann total durch. Ungef?hr so l?uft das bei uns ab. Musik ist eine sehr pers?nliche Sache.

Wie lang habt ihr im Studio gebraucht?

Wir haben einen Monat aufgenommen und dann noch mal einen Monat gemischt. Es dauert also ca. zwei Monate von dem Tag an dem du ins Studio gehst bis du fertig bist. Wir nehmen uns aber davor sehr viel Zeit um die Songs zu Schreiben. Wir legen sehr viel Wert darauf gute Song zu Schreiben. Wir nehmen uns also Monatelang Zeit zum Schreiben. Sogar wenn es dann Zeit ist ins Studio zu gehen ist es meistens Jim der sagt: ?Ich glaube nicht, dass wir schon fertig sind, wir brauchen noch Zeit.?
Obwohl wir schon seit neun Monaten daran Schreiben und alle anderen das Material f?r gut befinden. Obwohl wir so lange Schreiben gibt es im Studio immer noch vieles was wir noch kl?ren m?ssen.
Wir nehmen uns deshalb so viel Zeit weil ein Album f?r immer bleibt. Wer wei? vielleicht findet in 1000 Jahren einmal jemand ein Album von uns. Man lebt nicht f?r immer, deine Musik aber schon. Viele Bands schreiben ihre Alben auf Tour. Das w?re nichts f?r mich. Viele Bands die ich mag schreiben am Ende schlechte Alben. Wir werden alles tun um zu verhindern, dass es uns eines Tages auch so geht. Das sind wir unseren Fans auch schuldig.

Brett Gurewitz hat auf dem neuen Album einen Song mit euch geschrieben. Wie kam das?

Brett ist ein sehr guter Produzent und Songwriter. Er hat, nat?rlich mit der Hilfe seiner Band, Punk Rock wiederbelebt. Ich wei? nicht wie es hier war, aber in Kalifornien war Punk fast ausgestorben. Bad Religion haben mit ihren gro?artigen Songs und Epitaph Records dem Punk zu einer neuen Bl?te verholfen. Seine Meinung war uns immer sehr wichtig. Von dem ersten Tag an haben wir ihn immer um seine Meinung ?ber die Songs gefragt. Dieses Mal haben wir ihn gefragt ob er nicht einen Song mit uns Schreiben wollte. Er sagte zu und kam zu uns ins Studio. Er hatte schon einen Song der noch nicht ganz fertig war. Jim und Brett sind dann schlie?lich zu Brett nach Hause gegangen und haben den Song fertig geschrieben. Als sie dann damit zur?ck kamen hat er uns allen sehr gut gefallen. Ich finde es ist einer der Besten des ganzen Albums. Es war auch v?llig egal, dass es ein weiterer Mid-Tempo Song war. Er war einfach gut.

W?rdest du sagen, dass Pennywise eine politische Band ist? 

In Amerika nehmen die Kids alles als gegeben an. Sie haben ein Dach ?ber dem Kopf und was zu Essen, es geht ihnen gut, also machen sie sich ?ber Politik keine Gedanken. Mir ging das als Kid genauso. In Europa ist das anders. Die Leute hier sind politischer. Ich glaube, dass jetzt wo wir ?lter werden, Politik in unserem Leben eine gr??ere Rolle spielt. Nicht zuletzt weil in den Staaten auch immer mehr in der Politik vermasselt wird. Kannst du dich zum Beispiel daran erinnern, wann zuletzt ein Typ, ein Idiot m?chte ich hinzuf?gen, Pr?sident war der nicht mal gew?hlt wurde? Wir sind etwas ?lter und weiser geworden, zumindest Jim denn er schreibt den Gro?teil der Texte, und man wird sich dieser Dinge einfach bewusst. Er schreibt von seinen t?glichen Erfahrungen. Wir wachen morgens auf, schalten die Nachrichten ein und denken nur: ?This is fucked up?. Wir wollen auch mit unseren Texten den Leuten die Augen ?ffnen die sich normalerweise um so etwas keine Gedanken machen. ?Hey, wenn ihr euch nicht mit solchen Sachen besch?ftigt wird es euch eines Tages ganz aus den Fingern gerissen. Dann sind wir alle schlecht dran.? Ich und Jim haben beide Kinder und ich will meinen Kinder nicht eine Schei? Weil hinterlassen ohne zumindest versucht zu haben gegen die Schei?e zu k?mpfen. Und was k?nnen wir da machen? Wir leben in Amerika, wir haben das Recht der freien Meinungs?u?erung. Wir haben ein Talent Musik zu machen, aber vielleicht h?rt eines Tages ein Kid, das ein Talent f?r Politik hat, unsere Musik und unsere Texte. Er k?nnte derjenige sein der die Dinge ?ndert. Wir k?nnen die Leute nur ?ber solche Sachen aufkl?ren und kleine Dinge tun z.B. wie Proteste organisieren oder Spenden. Ich finde, dass Clinton ein Talent f?r Politik hatte, er ist ein guter Redner und er war nie um eine Antwort verlegen. Ich h?tte ihn wieder gew?hlt. Aber Bush? Wenn ich ihn Reden h?re denk ich mir immer: ?Was soll die Schei?e? Wollen die mich verarschen?? Ich selbst w?re ein besserer Pr?sident und ich denke wirklich nicht, dass ich Pr?sident sein sollte. Ja, wir sind eine politische Band, es passiert viel Schei?e und wir schreiben Songs dar?ber.

Ihr werdet viel mit Bad Religion verglichen, nervt euch das?

Fr?her hatten Bad Religion diesen typischen Sound, den niemand anderes gemacht hat. Sie hatten diese schnellen und gleichzeitig melodischen Songs mit tollem Gesang und intelligenten Texten. Als Pennywise angefangen haben, waren da vielleicht noch NOFX die sich ?hnlich angeh?rt haben, aber mehr Fun-Lyriks hatten, aber sonst nicht viel. Mit wem vergleichst du also die Band? Nat?rlich mit Bad Religion. Wenn es nur 2 oder 3 Reagge Bands geben w?rde, w?rde man sagen sie klingen wie Bob Marley. Aber es gibt Millionen, also macht das niemand. Am Anfang war das sicher so, aber heute wohl nicht mehr. Es gibt sicher noch ?hnlichkeiten, und wir sind nat?rlich von ihnen beeinflusst worden, aber ich denke wir haben doch unseren eigenen Sound. Wir versuchen auch nicht die Leute die unsere Platten besprechen gl?cklich zu machen, sondern unsere Fans. Im Endeffekt ist das auch egal ob wir mit ihnen verglichen werden, so lange die Kids unsere Musik m?gen und zu unseren Shows kommen und dort Spa? haben ist das f?r mich in Ordnung. Nur mit Bon Jovi m?chte ich nicht verglichen werden.

Welche anderen Bands haben euch beeinflusst?

Nat?rlich das ganze fr?he Punk Zeug wie Black Flag, Minor Threat, Circle Jerks, 7 Seconds. Das ganze poitive Zeug eben. Die Punk Szene hat angefangen mit einer negativen selbstzerst?rerischen Einstellung. Rebellion um jeden Preis. Als ich zum ersten Mal Punk geh?rt habe hat es mich einfach mitgerissen. Live fast, die young. Immer nur Party usw... Wenn du dann ?lter wirst, denkst du dir aber irgendwann: ?Moment mal, so will ich nicht den Rest meines Lebens verbringen.?
Ich pers?nlich w?rde allerdings ohne Black Sabbath nicht Bass spielen. Byron mag Motley Crue. Die hasse ich.

Was war das verr?ckteste was ihr je auf Tour erlebt habt?

Du hast gerade Fletcher gesehen....das war gar nichts. Wenn man ihn in seiner N?he hat, passiert immer was verr?cktes. Er macht heute noch die verr?ckten Dinge die normale Leute machen wenn sie 18 sind. Ich erz?hle aber immer gern diese.

Es war 1996, wir waren in Amsterdam. Fletcher war total betrunken. Er nahm mich zur Seite und sagt: ?He, ich bin Dracula.? Und er hat das vollkommen ernst gemeint. Ich war n?chtern. Wir mussten dann von der Bar zum Hotel laufen. Auf dem Weg dorthin hat er ca. 20 Leute gebissen. Er hat sich auf sie gest?rzt und in den Hals gebissen, Leute die nicht mal wussten wer er ist. Sie haben um Hilfe geschrieen.

Wie sehen eure Zukunftspl?ne aus?

So lange ich meine Finger bewegen kann und noch etwas h?ren kann, m?chte ich in Pennywise spielen. So lange die Kids uns noch h?ren wollen werden wir da sein um f?r sie zu spielen.

Stichworte:

WTO:

Das ist etwas dem wir sehr viel Aufmerksamkeit entgegenbringen. Wir sind vollkommen dagegen. Da geht es nur um Big-Buisness und Geld auf kosten der Menschen zu machen. Speziell wenn sie in arme L?nder gehen und die Leute dort ausbeuten. Das ist wie Vergewaltigung. Sie gehen von Land zu Land und beuten es so lange aus wie es geht, dann gehen sie ins n?chste. Eine schlechte Sache. Ich hoffe, dass in Zukunft mehr Aufmerksamkeit auf die Gr?nde warum die Leute protestieren gelenkt wird, als auf die Steine die geworfen werden. Das war n?mlich das einzige was man im Fernsehen gesehen hat.

Todesstrafe:

Oh Gott, das ist schwierig. Ich versuch es mal so zu erkl?ren. Timothy McVay. OK. Ich brauche eigentlich nicht zu sagen, dass es ein schrecklicher Vorfall war und er eine kranke Person ist. Er hat auch zugegeben es getan zu haben. Wegen ihm mussten ?ber 100 Menschen sterben. Aber ich lebe in Kalifornien, wenn ich es nicht in den Nachrichten gesehen h?tte, w?re mein Leben nicht betroffen gewesen. Ich glaube es w?re sehr schwer f?r mich den Abzug zu dr?cken. Obwohl der Typ ein Monster ist, glaube ich nicht, dass ich es tun k?nnte. Aber wenn er was getan h?tte was mein Leben direkt betroffen h?tte, h?tte ich kein Problem damit. Das ist so eine schwere Frage, denn niemand m?chte die Verantwortung f?r das Leben eines anderen tragen, aber im Endeffekt muss ich die Todesstrafe wohl guthei?en. Ich wei? dass diese Aussage alles andere als P.C. ist, und ich wei?, dass der Rest der Welt anderer Meinung ist. Aber schau dir doch mal L?nder im mittleren Osten an. Wenn du da etwas klaust, schlagen sie dir die Hand ab. Die Kriminalit?t ist in diesen L?ndern niedriger. Wenn Timothy McVay genau wei?, dass er Hingerichtet wird wenn er all diese Menschen t?tet und es trotzdem tut, dann ist das auch der Preis den er zu zahlen hat. Ich m?chte wie gesagt nie die Verantwortung f?r ein Menschenleben haben, aber wenn es mich pers?nlich betrifft, glaube ich schon, dass ich den Abzug dr?cken k?nnte. Ich k?nnte z.B. t?ten um meine Familie zu besch?tzen, das ist ein nat?rlicher Instinkt. Mir wurde diese Frage vor ein paar Tagen schon mal gestellt und ich habe sie nicht wirklich beantwortet. Ich glaube es war in Deutschland, und der Typ konnte nicht so gut Englisch, ich habe nur seine Frage wiederholt und er dachte das sei meine Antwort und hat es aufgeschrieben. Ich habe dann nichts mehr gesagt, aber ich konnte die letzten Tage dar?ber nachdenken und das ist dabei herausgekommen. Bringt mich bitte nicht daf?r um.

Wei?t du was ich mich frage? Ich frage mich wie Menschen aus anderen L?ndern die USA wahrnehmen. Wir haben die Todesstrafe, der Rest der Welt nicht. Sie sehen diesen Vollidioten Bush der ein Land voller fetter, reicher Leute anf?hrt die sich keine Gedanken ?ber die Umwelt machen und dem Rest der Welt vorschreiben will wie sie zu leben haben. Es muss nat?rlich viele solcher Menschen in Amerika geben, sonst w?rde dieser Eindruck nicht entstehen, aber es gibt 200 Millionen Menschen in den USA und wir sind nicht alle so. Wenn ich irgendwo hinkomme, sind die Menschen alle sehr nett zu mir, aber wenn ich irgendwo bin und die Leute wissen ich bin Ami und nicht wissen, dass ich in der Band spiele, gibt es da so ein negatives Vibe. Ich glaube die ganze Welt hasst Amerikaner, und ich nehme das niemandem ?bel. Das ist es auch worum es bei Pennywise geht, wir unterst?tzen diese ganze Schei?e nicht.

 

Amerikanische Waffengesetze:

Wir sollten strengere Waffengesetze haben. Aber die ganze Sache geht zur?ck zur Verfassung der USA. Es war eine andere Zeit als die Menschen hierher kamen um zu siedeln. In der Verfassung steht, dass die Menschen das Recht auf freie Meinungs?u?erung haben, und es steht drin, dass die Menschen Waffen tragen d?rfen. Die Frage ist, kann man eines dieser Rechte streichen ohne das andere in Frage zu stellen?? Ich glaube nicht. Was wir brauchen sind strengere Gesetzte und h?here Strafen bei Waffen Missbrauch. Aber ich denke das Problem geht noch viel tiefer. Ich bin Vater. Wenn Eltern ihren Kindern die Aufmerksamkeit geben die sie brauchen werden die Kinder wenn eine Frage wie: ?Soll ich alle in meiner Schule erschie?en?? die Antwort wissen, weil sie richtig erzogen wurden. Sie w?rden vielleicht gef?hlsm??ig am liebsten tun, aber sie w?rden wissen, dass es falsch ist. Kinder m?ssen einfach gut erzogen werden und ein Gewissen bekommen. Ich rede wieder aus meinem eigenen Blickwinkel, denn ich wei?, dass ich ein Gewissen habe und Recht von Unrecht unterscheiden kann. Ich versuche alle Menschen mit Respekt zu behandeln. Vielleicht ist das Utopisch, aber ich denke, wenn alle Menschen das tun w?rden, w?re die Welt ein besserer Ort. Manche Menschen sind aber leider alle B?se.

George W. Bush:

Arschloch.

USA ? Land of the Free?

Es ist definitiv kein freies Land. Wenn du in irgendeiner Weise Spa? haben willst, z.B. eine Party, wird die Polizei auftauchen und die Party beenden. Ohne, dass etwas schlimmes vorgefallen w?re. Es ist kein freies Land, eher ein Polizeistaat. Als ich aufgewachsen bin wurde uns gesagt, dass die Russen die b?sen sind und wir die guten. In Amerika wird die Bev?lkerung so sehr durch die Medien verbl?det. Wenn ich nach Europa komme, scheit alles sehr viel cooler zu sein, hier kannst du kiffen usw.... Warum sollten die Leute nicht kiffen d?rfen. Das ist auch so eine Sache. Ich finde Drogen sollten legalisiert werden. Wenn jemand in seinem Haus high werden will soll er das doch tun. Wem wird er damit weh tun? Niemandem!! Die Regierung gibt Millionen f?r den Drogenkrieg aus. Das ist verschwendetes Geld. Wenn die Leute Saufen, werden sie aggressiv und schlage ihre Frau. Das habe ich bei Gras noch nie erlebt. Das einzige, was dir da passieren kann ist ein schlechter Trip. OK, dann rauch einfach nicht mehr. Der ganze Drogenkrieg bringt doch gar nichts. Wenn jemand high werden will, dann wird er das auch. Sie sollten all das Geld einsparen und die Drogen legalisieren. Dann k?nnten sie die Qualit?t der Drogen verbessern und eine Steuer draufknallen. So haben sie Geld aus den Steuern und sparen eine Menge von den Drogenkrieg. Au?erdem hat man eine bessere Kontrolle, so dass sich die Leute keine ?berdosis setzen. Mit dem ganzen Geld k?nnte man Schulden bezahlen oder das Gesundheitssystem verbessern. Man k?nnte Entziehungsprogramme starten f?r Leute die mit den Drogen aufh?ren wollen. Au?erdem w?rde die ganze Beschaffungskriminalit?t wegfallen, weil die Drogen billiger w?ren, und die Dealer w?hren arbeitslos. Au?erdem w?rden nicht mehr so viele Leute im Knast sitzen die da nicht hin geh?ren. Sie wollten schlie?lich nur high werden. Du siehst also, das h?tte nur Vorteile. Das ist meine Meinung. Die Leute sollen machen d?rfen was sie wollen. Ich rede nicht von Anarchie, es muss nat?rlich Regeln geben.
Was wir in den Staaten haben ist das Recht auf freie Meinungs?u?erung. Davon machen wir auch Gebrauch.

Skateboards:

Ich bin in S?d-Kalifornien aufgewachsen. In meiner Jugend war ich immer und ?berall skaten. Das ist einfach der Lifestyle dort. Dinge wie Surfen, Skaten, Snowboarden sind Dinge die dein Adrenalin hochschnellen lassen. Genauso ist es mit der Musik von Pennywise. Wir lieben dieses Gef?hl und unsere Musik soll das selbe bewirken. Wenn du Skateboard f?hrst, wirst du vielleicht Pennywise m?gen. Wir sind einfach Jungs aus Kalifornien die Adrenalin, Skateboarden und schnelle Musik m?gen.

 

Das Interview wurde von Rolf Gehring gef?hrt.

Dieser Artikel wurde 367 mal gelesen

Download: Knocked Down, MP3
Review: From The Ashes, 2003 (rg)
Review: The Fuse, 2005 (rg)
Live-Review: 25.08.2003, Amsterdam - Melkweg