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Pressure Festival 2007 Herne Gysenberg Hall @ HELLDRIVER MAGAZINE Live-Review
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Pressure Festival 2007 /

22.06.2007, Herne, Gysenberg Hall

Das Pressure Festival 2007, mittlerweile das sechste und meinen Augen nach von den Besucherzahlen her, am besten besuchte Pressure Fest, wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten.

Das Festival ist nicht erst seit diesem Jahr Europas größtes Hardcore und Metalcore Festival. Besucher kamen auch aus vielen Ländern Europas. Es waren wohl auch Leute aus Russland am Start. Hell Yeah, einige Leute reisen echt weit. Wie schon die letzten Male, fand das Event auch dieses mal wieder in der Gysenberghalle in Herne statt, die bei vielen Bands wirklich recht gefüllt war, was von der Tribüne aus gut einsehbar war. Im Programmheft ist von durchschnittlichen 7.000 Besuchern die Rede. Demnach könnten es dieses Jahr sogar noch mehr gewesen sein.

Von allen angekündigten Bands, darunter waren sechs, die eine exklusive Europa-Show auf dem Pressure runterzockten und die extra eingeflogen wurden, gab es einen einzigen Ausfall. Das waren mal wieder Bury Your Dead, bei denen ich langsam nicht mehr daran glaube, das sie jemals europäischen Boden betreten werden, nach all den gecancelten Touren. Anyways, bei den Bands, die vor Ort waren – und die so viele saufette Sets gespielt haben, konnte man auf Bury Your Dead locker verzichten.

Wie in jedem anderen Jahr auch, war Radix-Vegan-Catering mit einer feinen Auswahl an rein pflanzlichen Mahlzeiten vor Ort, um das Publikum nicht verhungern zu lassen. Daneben gab`s leckere Süßigkeiten. Sogar Soja-Eis in Magnum und in Hörnchen-Form gab es am Provamel Stand nebenan. Das Essen war wirklich gut, Lecker und, von den Süßigkeiten mal abgesehen, eher gesund.

Was ich hier nochmal festhalten möchte: Trotz der ganzen aggressiven Musik und den ganzen, mit zahlreichen Leuten involvierten, Brutalo-Moshpits: An dem ganzen Wochenende habe ich nicht eine einzige Keilerei wahrnehmen können. Das ist wirklich gut. In der Hinsicht sind die Besucher echt nett miteinander umgegangen. Genauso soll es sein. Hart aber miteinander.

FREITAG

Da Freitags das erste Ferienwochenende in NRW eingeläutet wurde waren die Autobahnen entsprechend voll. Wir trudelten trotzdem rechtzeitig vor der Halle ein, bevor es wirklich mit den Bands los ging. Da aber ein monströser Ansturm vor der Halle war und wir circa eine Stunde brauchten um reinzukommen, verpassten wir komplett die Londoner Bum Dem Out und die coole Bay Area Band Animosity.

Zu RISE AND FALL waren wir jedoch endlich mit dabei. Die Belgier sind die europäische Clevo-Soundwall des Todes und eine der Bands von denen man kaum genug bekommen kann. Die Jungs machten sich auf einer größeren Bühne ebenfalls hervorragend. Der Andrang vor der Bühne war recht groß.

Danach waren LENGTH OF TIME an der Reihe, die sich vor Jahren mal aufgelöst haben, jetzt aber wieder Shows spielen. Die Songsauswahl der Arkangel Bruderband beschränkte sich, und das ist gut so, auf das erste Album und die nachfolgende EP. Wer mal hören möchte, wie Metalcore anno 1997-1999 so klang, der tut gut daran sich die beiden ersten LOT Veröffentlichungen mal anzuhören.

LENGTH OF TIME hatten es nach der Live Keule ihrer Landsmänner Rise & Fall verdammt schwer. Nicht nur das ein Grossteil der Anwesenden noch nie was von dieser Kult-Band aus Belgien gehört hat, auch der Sound wollte gerade zu Beginn des Sets nicht so recht mitspielen. Der Klang verbesserte sich zunehmend und als die Band nach 25 Minuten ihr Set beendete, war der Sound sogar richtig gut. Musikalisch hatte der Vierer alles bestens im Griff, die melodischen Gesangsparts von Ross kamen sogar noch ein wenig Gänsehautverursachender als auf Platte.

JOB FOR A COWBOY gehören zu der neuen Welle an Bands, die viel Death Metal mit Hardcore vermischen, obwohl der Death Metal Faktor eindeutig dominiert und HC eher nur noch am Rande wahrnehmbar ist. Trotzdem, nicht gerade wenige Leute wollten JFAC sehen und abfeiern. Technisch hochpräzise prügelte sich die Truppe durch ihr 30-minütiges Set. Richtig heavy und fett, für mein Geschmack aber auf Dauer nicht abwechslungsreich genug.

KNUCKLEDUST, Londons HC-Pride, standen nicht zum ersten mal auf der Bühne vom Pressure. Die vier crazy Typen sind sowieso ständig für irgendwelche Wochenend-Shows in unseren Breitengraden unterwegs. Sowas zahlt sich natürlich aus, denn Knuckledust kennt nun fast jeder. Der Pit, welcher bei Knuckledust tobte war oberamtlich groß. Zu dem Aggro-, Mosh- und Beatdown Hardcore lässt sich aber auch verdammt gut abgehen. Ziemlich fett die ganze Sache.

Immerhin mit stattlichen 40 Minuten Set-Zeit ausgestattet machten AS I LAY DYING von Beginn ihrer Show an keine Gefangenen und prügelten überwiegend Songs vom letzten Album „Shadows Are Security“ in die Eishockeyhalle von Herne. Einer der Höhepunkte war sicherlich der Monstersong „Through Struggle“. Zur besonderen Überraschung aller Anwesenden spielte, die wie immer bestens aufgelegte Live-Maschine auch einen brandneuen Song, dessen Namen ich leider nicht mitbekommen habe. Dieser Song konnte beim erstmaligen Hören auf jeden Fall mit den bekannten Sachen mithalten. Vor allem Frontsau Tim Lambesis am Mikro hatte die Menge fest im Griff und beeindruckte durch eine astreine Live-Performance und absolut perfekter Stimme. Einziges Manko, wie schon über den gesamten Festival Tag, war der unterirdische Sound. Sicherlich startete das Pressure Fest als reines Hardcore Festival, aber mit einem derart hohen Anteil von Bands, die einen amtlichen Metal Sound brauchen, braucht man als Festival auch eine ausreichend kräftige Anlage um die gemietete Halle zu beschallen.

CONVERGE waren Headliner des ersten Tages. Vom Urgestein und Wegbereiter für zahlreiche Bands, die irgendwo in die Fußstapfen Converge`s treten, habe ich bisher nicht eine schlechte Show gesehen. Jacob Bannon, Sänger der Band verausgabt sich immer volle 100 Prozent auf jeder Show, der gute hüpft von einer Ecke der Bühne auf die andere. Seine Instrumentalfraktion um Produzenten-Mastermind Kurt Ballou an der Gitarre, lieferte den verrückt chaotischen Sound, der Converge seit eh und je auszeichnet und zu einem unerreichbaren Original macht. Mit einem starken Backkatalog in der Hinterhand, gab`s Kracher hinter Krach(mach)er. Allerdings war auch bemerkbar, das die Halle etwas leerer wurde. Converge sind halt nicht jedermanns Band und oft bekommt man zu Ohren: Entweder man liebt oder hasst sie. Bei mir trifft ersteres zu.

 

SAMSTAG

Der mir entgangene, vom Publikum selbst gewählte Opener für Samstag hört auf den Namen NASTY. Die Ruhrpotteigene Old-School NYHC Kapelle BLACK FRIDAY `29 hatte anschließend Heimspiel. Das Powerhouse wird später dieses Jahr eine neue Scheibe auf Blacktop Records rausbringen. Von dieser gab`s schon mal eine erste voll überzeugende Hörprobe. Bei BRING ME THE HORIZON knurrte mein Magen bereits auf Hochtouren, so dass diese Band leider nahezu ungeachtet an mir vorbeizog.

SIX FEET DITCH waren wohl die Band des Festivals, welche die meisten Beatdown-Parts in ihren Songs hat. Die bestehen quasi fast nur aus Beatdown Parts. Ähnlich groß wie der Moshpit in 2006 war schien er auch 2007 zu sein. Ist schon cool mit anzusehen, wie so viele Leute so krass abgehen.

Die nachfolgenden CASEY JONES legten anschließend eine Top-Performance hin. Sowohl die Band, welche exklusiv hier die bisher erste und auch vorerst einzige Europa-Show spielte, als auch Publikum gaben alles. Ursprünglich wurden Casey Jones als Nebenprojekt mit Leuten von Evergreen Terrace gegründet, wohl mit ein Grund für ihre Popularität. Doch auch qualitativ sind CJ absolut 1A. Könnte irgendwo als wesentlich härtere und metallisierte Version von Stretch Arm Strong durchgehen. Unglaublich sympathisch und voll gut.

Mit SETTLE THE SCORE war die nächste lokale Band am Start. Die vier Jungs bringen in Kürze über Alveran ihre neue Full-Length raus. Die Mönchengladbacher sind mittlerweile Europaweit für ihren NY-meets Mosh- und Abgehparts-HC sehr bekannt und waren bereits in den Staaten bzw. Asien mit NJ Bloodline/ Everybody Gets Hurt auf Tour.

THE WARRIORS spielten ebenfalls eine exklusive Show auf dem Pressure. Genau wie bei Casey Jones war es ihre erste Europa Show. Mit zwei bärenstarken Alben im Gepäck, die beide auf Alveran erschienen sind, konnte man sich denken, dass die Show gut wird. Geboten wurde von den Warriors eine Mischung aus Post-Hardcore meets New-School, der von Bands wie 108, Inside Out und maßgeblich auch Snapcase beeinflusst ist. Der neue Sänger von denen klingt allerdings deutlich wenig RATM-lastiger wie der vorherige Sänger der Band.

Byron Bay in the house...die fünf Mann starke, aus Byron Bay stammende Besatzung von Australiens No. 1 Metalcore Outfit PARKWAY DRIVE wußte auch beim Pressure Fest 2007 ihre Fans zu überzeugen und neue Freunde zu gewinnen. Die Band, die in Australien sämtliche Rekorde gebrochen hat und sich vor gut anderthalb Jahren aufmachte "den alten Kontinent" zu erobern, hat sich mittlerweile auch in unseren Breitengraden zu einem Garant für unterhaltsame Auftritte entwickelt. Und so war auch der Auftritt in Herne ein voller Erfolg. Da blieb im wahrsten Sinne das Wortes, kein Kajal-bemaltes-Auge trocken und keine hochtoupierte Emo-Frisur in Reih und Glied. Das sympathische an der Band ist, egal ob man nun auf Metalcore kann oder nicht, dass sich die fünf Jungs nicht genauso affig wie die meisten anderen Bands und vor allem Fans des noch recht jungen Genres geben und vor allem kleiden. Bei PARKWAY DRIVE hat man fünf Surfer-Jungs die gerne Metal hören und nicht "den kleinen Vampir" auf der Bühne stehen.

HAVE HEART - Zwar boomt die Band um Frontmann Pat Flynn, der nach eigener Aussage tatsächlich durch seine Mutter auf das Thema Straight Edge aufmerksam geworden ist, spätestens seit der Veröffentlichung des ersten Longplayers "The things we carry" enorm, dass der Beliebtheitsgrad der Band allerdings so hoch ist, dass die Band exklusiv für die Show auf dem diesjährigen Pressure Fest aus Boston eingeflogen worden ist, zeigt, dass trotz Metalcore und Screamo-Gejammere immer noch moderner, schneller Hardcore mit klarer Orientierung an der "alten Schule" auch auf einem doch recht Metal/Bollo-lastigem Festival gehört und geschätzt wird. Die Band spielte ein souveränes Set, wirkte anfänglich ein wenig verunsichert auf der riesigen Bühne, hatte das dankbare Publikum aber dennoch von Anfang an komplett unter Kontrolle. Beeindruckend fand ich das bunt gemischte Publikum. Das HAVE HEART Set wurde von einer großen Zuhörerzahl aller auf dem Festival vertretenen Stilrichtungs-Anhänger beschaut und zu Recht umjubelt.

“Assassins In The House Of God” heißt die neue Scheibe von ALL OUT WAR. Alter Schwede, wie geil waren All Out War!? Sicherlich war weniger Publikumsandrang als bei Bands, die zweimal im Jahr Landauf und Landab durch Europa jetten, neue Scheiben am laufenden Meter und deshalb recht populär sind. Trotzdem war der Auftritt selber fett, fett und nochmal fett. Super düster, apokalyptisch klingender Thrashmetal trifft auch Hardcore. AOW sind noch genauso gut wie vor neun Jahren auf ihrer ersten Europatour mit Congress und Koroded. Die Kids hatten ihren Spaß und wieder mal ´nen riesigen Prügelpit.

Zu UNEARTH braucht man glaube ich auch nicht mehr allzu viel zu sagen oder zu schreiben. Seit Beginn ihrer Karriere durchaus originell, Trendsetter und sympathisch zugleich. Seit bereits vielen Jahren spielen Unearth in größeren Klubs und Hallen, das bleibt nicht aus, wenn man so bekannt wird. Überall gibt`s immer dasselbe Bild zu beobachten: geile Atmosphäre, eine gut gelaunte Band und beindruckende Publikumsreaktionen. Unearth machen definitiv Spaß, immer wieder.

Noch viel mehr Spaß allerdings machen SICK OF IT ALL. Seit nun 21 Jahren eine der besten Hardcore Bands, welche die Welt je gesehen hat. Lupenreiner NYHC wie er besser einfach nicht sein kann. SOIA sind immer gut, nein vielmehr triumphal. Egal wann, egal wo. Extra für`s Pressure Fest konnten die Besucher vorab online aus 20 Songs, darunter vielen älteren Stücken, zehn auswählen, die SOIA dann hier zum Besten gaben. Frontmann Lou Koller war wie üblich, bestens gelaunt und versteht es wie kein anderer das Publikum zu animieren. Wieder zum Set gehörten die obligatorische „Wall Of Death“ und ein Zirkel-Pit der sich gewaschen hat und sogar ganz mächtig bis hinters Mischpult rotierte. Hat gut Wind gemacht.

 

SONNTAG

Eines der Highlights des diesjährigen Line-Up`s war für mich die Buchung der beiden US-Hardcore Bands INTERNAL AFFAIRS und DOWN TO NOTHING, die zusammen als Tour-Package in Europa unterwegs waren.
Dem aus Richmond, Virgina stammenden Quartett DOWN TO NOTHING gelang es vorzüglich ihre Songs auf einer großen Bühne, wie der in Herne umzusetzen. Mir persönlich hat der Auftritt mehr zugesagt als einige Club-Shows der Band, welche in diesen Tagen ihr neues Album "The Most" auf dem Kult-Label Revelation Records veröffentlicht hat. Von selbigem Album wurden dem europäischen Publikum, nebst alten Hits, einige neue Songs zum ersten Mal live präsentiert und durchweg gut angenommen.  

Natürlich konnten auch L.A.´s INTERNAL AFFAIRS mit ihren brachialen, teils thrashlastigen Hardcore Songs vollkommen überzeugen. Genau wie die Kollegen von Down To Nothing hatte auch die Band um den charismatischen Frontmann Corey Williams mit der EP "Deadly Visions" eine neue Veröffentlichung im Gepäck. Und so wurden auch hier neben alt bekannten Songs Titel von "Deadly Visions" und der überaus erfolgreichen 3-Band-Veröffentlichung von INTERNAL AFFAIRS zusammen mit Holland´s NO TURNING BACK und der fantastischen neuen Australischen Hardcore Hoffnung, der aus Sydney stammenden Band No Apologies (anchecken) erstmalig live in Europa zum Besten gegeben.

SWORN ENEMY sind mittlerweile auch recht groß und sehr bekannt geworden. Trotz einiger Line-Up Wechsel innerhalb der letzten Jahre, sind die Jungs aus Queens supertight. Der Sound war auch recht dick. Live sind Sworn Enemy eine verdammt gute Band, bei denen die Halle brechend gefüllt war. Die Songs des Fünfers, welche heute gespielt wurden, waren fast ausschliesslich vom aktuellen Werk „Beginning Of The End“ und vom Vorgänger. Guter Auftritt.

MISERY SPEAKS habe ich mir kaum angesehen, weil der Magen knurrte bis zum Abwinken. Da ich zudem bisher kaum gefrühstückt hatte, wurde erst mal ausreichend Nahrhaftes besorgt. Zu der Kapelle sei noch gesagt, dass sie zu den aufstrebenden Metalcore Acts aus Deutschland gehören. Die letzte Platte heimste ja schon zahlreiche gute Reviews ein. Misery Speaks erinnern mich ein wenig an Heaven Shall Burn.

DO OR DIE hatten ebenfalls wieder `ne volle Hütte. Die Belgier machen einfach schnörkelosen, metallischen und bollomäßigen Hardcore, der gut funktioniert und für einen weiteren mächtigen Pit sorgte. Cool bei Do Or Die sind die zwei Sänger, die sich abwechseln und so ein bisschen stimmliche Auflockerung und Abwechslung bringen.

Boah Alter, was ging denn bei SHATTERED REALM – voll krass. Die New Jersey Band, die lupenreinen Tough-Guy Hardcore mit tonnenweise Mosh, Beatdown sowie mit `nem Mords-Groove daherkommt war mal der Kracher des Tages. Es war unglaublich voll in der Halle. Der Pit war riesig und knüppelhart. Der Sound drückte ohne Ende. Shattered Realms einzige Euro-Show war ein voller Erfolg. Hätte wirklich nicht gedacht, dass so viele Leute die Band abfeiern werden. Im Herbst kommen SR wieder auf Europa Tour.

EVERGREEN TERRACE waren der nächste Act mit ebenfalls exklusiv Show. Da kann wirklich keiner meckern bei dem dicken Festival Line-Up. ET spielen richtig coolen metallischen Hardcore/Metalcore mit einem oftmals melodischen Sänger und klingen stark unterschiedlich als vieles andere aus dem Metalcore-Sektor. Es war ein triumphaler Auftritt. Die Halle wurde nur noch voller und voller, schon während den ganzen letzten Bands.

Die vorletzte Band ist auch keine unbekannte mehr – WALLS OF JERICHO machten sich auf um dem Pressure den Rest zu geben. Sängerin Candace hat sowas von einem Killer-Organ und ihre Instrumentalfraktion liefert den infernalen Höllentrip dazu. Sowas von druckvoll, fast schon unheimlich. Während SOIA am Tag zuvor ein riesigen Circle-Pit laufen hatten, hatten WOJ heute gleich drei davon. Die Songs stammten von allen Alben ihres bisherigen Schaffens. Es ist total crazy bei WOJ in so einer Menschenmenge zu stehen, wenn so viele Leute gleichzeitig voll ausrasten und abgehen und einfach Spaß haben. Adrenalin-Kick pur.

Headliner und allerletzte Band waren niemand geringes als EARTH CRISIS. Die Vegan-Straight-Edge Band aus Syracuse, NY hat nach wie vor eine ungebrochen starke Umwelt-, Menschen- und Tierrechts-Einstellung, war in den 90ern Flaggschiff der Szene, hat eine Riesenwelle losgetreten und hunderte Bands beeinflusst. Da EC seit Jahren von der Bildfläche verschwunden sind, ist es nicht verwunderlich, dass nicht mehr ganz so viele Leute die Band kennen. In Vergessenheit geraten sind EC aber noch lange nicht. Zahlreiche Leute fanden sich vor der Bühne ein, um die Band abzufeiern. Der Auftritt hatte Charisma und Atmosphäre. Eingeläutet von einem „Destroy The Machines“-Intro ging`s los. Gespielt wurden fast ausschliesslich Songs der frühen Earth Crisis Werke. Am meisten abgefeiert wurde „Firestorm“, der Earth Crisis Song schlechthin.

Fazit: Wenn nächstes Jahr, womit gerechnet werden kann, wieder ein annährend so dickes Line-Up steht, dann wird meiner erneuten Anwesenheit hoffentlich nichts im Wege stehen.

Die Live-Berichte stammen von Marcus, ausgenommen Length Of Time, 2.-ter Abschnitt sowie As I Lay Dying von Michael Dohmen. Die Reviews zu Have Heart, Parkway Drive, Internal Affairs und Down To Nothing wurden von Thomas Schäfer verfasst.

(mo)

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