
Teamkiller - Bad Signs
Da ist es also nun endlich. Nach der EP „Some Scars, Some Hope“, das erste Album der Stuttgarter Hardcore Shooting-Stars Teamkiller. Zwischen den ersten Aufnahmen und der Veröffentlichung lag gut ein Jahr. Der Volksmund sagt: „Gut Ding will Weile haben“ und trifft damit im Falle Teamkiller den Nagel auf den Kopf. Die Band legt 13 Hardcore Hassbatzen vor die sich gewaschen haben. Beeinflusst von Bands wie Cro-Mags, Sick Of It All, Madball und Merauder brauen sich die Jungs einen rundum markanten Sound zusammen. So schlagen sie die Brücke von der alten Schule zum modernen Hardcore ohne sich dabei anzubiedern oder Identität aufzugeben. Es gibt flotte Mosh-Parts ebenso wie zähe Grooves und scharfe Breakdowns. Dabei sind die Riffs immer ein Stück origineller und vor allem rockiger als bei vielen anderen Bands und man flirtet schon mal gern mit Melodien und Gitarrensolos. Von stupidem Bollo-Hardcore sind Teamkiller jedenfalls meilenweit entfernt. Ihre Durchschlagskraft leidet jedoch nie, Teamkiller bauen im Gegenteil permanent Druck auf. Das charismatische Shouting und die coolen Texte von Frontmann Micha passen da wie die Faust aufs Auge. Das Namedropping zum Schluss. Gemastert wurde das exzellent klingende Stück von Alan Douches (auch Madball, Hatebreed, Sick Of It All) und Gastvocals gibt es von Scott Vogel (Terror) und Federico Carminitana (Cataract). Das Artwork kann ebenfalls nur gelobt werden. Beeindruckend wie sehr sich Teamkiller im Vergleich zur EP noch steigern konnten. „Bad Signs“ gehört ganz nach oben auf die Einkaufsliste. (rg)