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Dass The Dillinger Escape Plan musikalisch immer wieder sehr progressiv ausgerichtet sind, ist bekannt ‒ und ihr neues Album „One Of Us Is The Killer“ beweist das eindrucksvoll. Frontmann Greg Puciato scheint aber auch bei der Beantwortung von Interview-Fragen sehr eigenwillige Wege zu verfolgen. Wir konnten ihm einige stellen, hier die sicherlich nicht immer ganz ernsthaften Antworten. Viel Spaß!

Was habt ihr in den letzten drei Jahren seit der Veröffentlichung von „Option Paralysis“ gemacht?

Ich habe die meiste Zeit als Bummler in der Wildnis verbracht. Ich habe mich außerdem im Nebenjob als Straßenmusiker verdingt. In meiner Freizeit habe ich Büffelkopf-Nickel-Münzen gesammelt und bin in einem grünen Van durch die Gegend gefahren, um mit meinem braunen Hund Geheimnisse zu enthüllen. Nun gut, Spaß beiseite. Ich habe viele Bücher gelesen, illegale Substanzen zu mir genommen, viele Filme gesehen und mich allerlei lebensmüden und psychologisch fragwürdigem Verhalten hingegeben. Wir haben außerdem recht viel getourt und ein neues Album geschrieben.

Euer Lineup scheint in den letzten Jahren recht stabil zu sein. Wie hat das euer Songwriting beeinflusst?

Die Stabilität unseres Lineups wird ziemlich überschätzt. Es stimmt aber, dass wir bei den letzten beiden Platten zu einer gewisse Konstanz hinsichtlich der schreibenden Leute gefunden haben. Das hat es für uns definitiv einfacher gemacht, uns im kreativen Prozess zu konzentrieren, da wir keine Zeit damit verschwenden mussten, den neuen Leuten die alten Kunststücke beizubringen.

Wie würdest du “One Of Us Is The Killer” mit “Option Paralysis” vergleichen?

Beide Titel fangen mit dem Buchstaben „O“ an, aber eins ist eine Aussage der Unsicherheit während der andere ein Tatsachenanerkenntnis ist.

Was war euer Ziel beim Schreiben der Platte?

Wir dachten, wir würden das nächste große Arena-Rock-Album schreiben. Wir hatten diese Vision von zehntausend Menschen, die alle „streu Zucker auf uns“ schreien. Dann haben wir aber bemerkt, dass das schon einmal jemand gemacht hat, obwohl ich mich nicht erinnern kann, wer das war. In Endeffekt haben wir jetzt ein Arena-Rock-Album für sehr kleine Arenen geschrieben. Eher so in Hotelzimmergröße.

Wofür steht der Titel der Platte?

Es ist ein Tatsachenanerkenntnis eines Mordes. Der Titel ist wörtlich zu nehmen. Einer von uns hat in seinem Schlaf einen anderen Menschen getötet.

Wie war es für euch, das letzte Album auf eurem eigenen Label zu veröffentlichen?

Na ja, es ist nicht so richtig unser eigenes Label. Es ist mehr wie ein Schirm, den wir aufspannen. Wir erlauben Leuten, unter den Schirm zu uns zu kommen und ihn mit uns für jedes Territorium zu halten. Jemand hält den Schirm für uns in England und Europa, jemand anderes in Australien und so weiter. In Australien geht es hauptsächlich darum, uns vor der Sonne zu schützen. Man bekommt da sehr schnell Sonnenbrand.

Werdet ihr auch andere Bands über das Label veröffentlichen?

Wir werden damit anfangen, auch andere Bands frei zu lassen (Anm.d. Verf.: englisch to release = frei lassen oder veröffentlichen), aber erst wenn sie unseren Forderungen Folge leisten. Wir sind bereit zu verhandeln. Aber keine Sorge, sie kommen nicht zu Schaden, da wir sie nur mit dem feinsten Haferschleim füttern.

Das Video zu “When I Lost My Bet” ist sehr interessant. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Das Album handelt von auto-kannibalistischer Ko-Abhängigkeit. Das Video reflektiert das. Mitch Massie, unser Regisseur hatte die Idee, als wir zusammen Ideen erörterten.

Es befinden sich einige Gäste auf dem Album, ihr wollt aber ihre Namen nicht nennen. Warum?

Weil wir ihre Namen nicht für unsere Eigenwerbung benutzen wollen.

Ihr seid recht aktiv bei Twitter. Ist das ein wichtiger Kanal für euch, um mit euren Fans in Kontakt zu treten?

Ich persönlich habe keinen Twitter Account und finde das Ganze auch künstlerisch gesehen eher schädlich.

Werdet ihr in Deutschland auf Tour sein?

Ja, wir werden im Oktober auf Tour gehen.

Letzte Worte?
If I could turn back time....if I could find a way....I’d take back those words that have hurt you....and you’d stay.

Rolf Gehring

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