. .
  • Darkest Hour

    Bilder/slide/darkestHour2014_slide.jpg

    Mit ihrem selbstbetitelten Album gehen Darkest Hour neue musikalische Wege. Die Scheibe ist sicherlich eine der interessantesten der ... more

    Darkest Hour
  • Mantar

    Bilder/slide/mantar_slide.jpg

    Mantar sind das erste deutsche Signing von Svart Records. Ihr Debüt „Death By Burning“ ist in der Szene eingeschlagen ... more

    Mantar
  • Beastmilk

    Bilder/slide/beastmilkslide.jpg

    Mit ihrem Album „Climax“ haben die Finnen von Beastmilk eine echte Überraschung vorgelegt. Von null auf wow sozusagen. ... more

    Beastmilk
  • Sahg

    Bilder/slide/sahg_slide.jpg

    Die Norweger von Sahg haben mit ihrem vierten Album “Delusions Of Grandeur” ein rundum starkes Werk in Sachen Prog-Metal ... more

    Sahg
  • Dave Hause

    Bilder/slide/DaveHauseSlide.jpg

    Dave Hause Dave Hause ist derzeit in aller Munde. Der Ex-Frontmann von The Loved Ones hat sich in den letzten ... more

    Dave Hause

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9

Samiam / Montreal / The Eelshow /

10.08.2007, Lindau, Club Vaudeville

Samiam gehören seit jeher zu meinen absoluten Faves. Leider habe ich es bisher nie geschafft die Band live zu erwischen. Dieses Mal ließ ich mir die Gelegenheit nicht entgehen die Emo Pioniere auf der Bühne zu erleben und machte mich auf den Weg nach Lindau am Bodensee.

Doch bevor die Meister auf die Bühne bewundert werden konnten hat der Veranstalter die Vorbands gesetzt. Den Anfang machten die lokale Truppe The Eelshow. Die Band bot vor recht spärlichem Publikum recht coolen Emocore der seine Wurzeln bei Bands wie Rites Of Spring, Further Seems Forever oder eben auch Samiam hatte. Die Band wirkte sympathisch und auch ihre Songs waren nicht von schlechten Eltern. Der Sänger verfügte über eine sehr gute Stimme. Klar artikuliert und melodisch aber eben auch kantig und kraftvoll. Leider war die Band eindeutig zu lange auf der Bühne. Die Songs boten im weiteren Verlauf leider nur noch wenig Neues und der Sound lief sich einfach tot. Ebenfalls negativ fiel auf, dass keine einzige Ansage des Sängers zu verstehen war.

Die zweite Band des Abends waren Montreal aus Hamburg. Die Band sagte mir bisher nichts, aufgrund ihrer Shirts und Poster hätte ich aber ebenfalls emotionalen Rock erwartet. Damit lag ich ganz schön falsch. Geboten wurde deutschsprachiger Punkrock der stark an frühe Ärzte erinnerte. Das Publikum war inzwischen auf ca. 200 Leute angewachsen. Der recht große Club Vaudeville wirkt da zwar immer noch recht leer aber immerhin. Bis auf wenige augenscheinliche Fans der Band wurden Montreal von den meisten Besuchern aber eher zurückhaltend aufgenommen. Die Band bemühte sich zwar sichtlich mit allerlei Späßen und routiniertem Auftreten, konnte aber nicht wirklich Punkten. Auch in meinen Augen wirkten die Songs recht uninteressant. Standard Punk wie man ihn schon 1000-mal gehört hat. Zwar gut in Szene gesetzt aber einfach zu durchschnittlich.

Dann war es endlich so weit. Samiam betraten die Bühne. Die Jungs wirkten wie aus einer anderen Zeit. Einer Zeit als Emo noch kein Schimpfwort war sondern eine überaus originelle Angelegenheit.  Die Band die emotionalen Hardcore/Punk geprägt hat wie nur wenige andere brauchen keinen Kajal, keine schrägen Frisuren und müssen auch nicht jedem unter die Nase reiben wie sehr sie an Gott glauben. Samiam sind einfach fünf, inzwischen in die Jahre gekommene, Typen wie du und ich die großartige Musik machen. Das bewiesen sie an diesem Abend ohne Unterlass und boten ein großartiges best-of Set. Songs vom neuen, in meinen Augen recht schwachem, Album gab es lediglich zwei. Dafür würden alle Hits von den Meilensteinen, You are freaking me out, Astray und Clumsy gespielt. Abgesehen von Sean Kennerly kultigem Pornobart gab es keinerlei visuellen Effekt. Nicht einmal das Licht wurde gewechselt. Genau das machte die Show aber so intim. Sänger Jason Beebout fesselte mit seiner eindringlichen Stimme und witzelte zwischen den Songs herum. Sehr sympathisch, aber auch absolut ergreifend. Die Band ist nach all den Jahren absolut perfekt eingespielt, trotz der Leichtigkeit mit der die Jungs die Songs herunter spielen ist ihnen aber jederzeit die Leidenschaft anzumerken mit der sie spielen. Großartig. Lediglich der Sound im Club ließ mal wieder zu wünschen übrig. Nach einer guten Stunde verabschiedete sich die Band kurz und kam für die aus den Überhits bestehende Zugabe Capsized, Stepson und Full on zurück. Tolle Band, toller Abend. Endlich hab ich es auch mal geschafft. (rg)

(rg)

Dieser Artikel wurde 402 mal gelesen