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Long Distance Calling / Nihiling /

07.05.2011, Winterthur, Gaswerk

Long Distance Calling haben sich über die Jahre stetig einen guten Ruf erarbeitet. Mit drei Platten inklusive Chart-Einstieg im Rücken kann es sich die Band heute erlauben, als Headliner auf Tour zu gehen. Wie mir Bassist Jan vor der Show versicherte, lief diese bisher in Deutschland auch sehr gut. Die Schweiz wurde von der Band noch nicht so stark frequentiert, weshalb es für sie spannend war zu sehen, wie viele Leute wohl kommen würden. Eigentlich hätte die Show im kleineren Saal stattfinden sollen, wurde aber aufgrund des Platzbedarfs der Band auf der Bühne kurzerhand in den großen Saal des Gaswerks verlegt. Eine weise Entscheidung, wie sich heraus stellen sollte, denn die Live Qualitäten der Band hatten sich auch in der Schweiz herum gesprochen. Entsprechend gut besucht war die Show.
Den Anfang machten jedoch Nihiling aus Hamburg, welche Long Distance Calling auf der ganzen Tour unterstützen. Die Band, deren Mitglieder erst Anfang 20 sind, passte perfekt als Support. Trotz ihres noch jungen Alters boten sie einen sehr erwachsenen Sound. Düsterer und progressiver Post-Core irgendwo im Spannungsfeld zwischen Tool, Porcupine Tree, Mogwai und Isis. Die Band verstand es, die Zuhörer mit atmosphärischen Spannungsbögen gefangen zu nehmen. Die Vocals pendelten zwischen zartem Gesang und wüsten Schreien und auch die Bassistin steuerte ab und zu Vocals bei. Mit im Gepäck hatte die Band auch Songs von ihrem bald erscheinenden neuen Albums. Der Auftritt von Nihiling war somit eine recht kurzweilige Angelegenheit und die perfekte Einstimmung auf Long Distance Calling.
Nach einer kurzen Umbaupause legten diese auch gleich los. Gleich zu Beginn fiel auf, wie gut es der Band gelingt, nicht nur musikalisch sondern auch in Punkto Bühnenpräsenz das Fehlen eines Frontmannes wett zu machen. Den hinteren Teil der Bühne teilten sich Keyboards und Drums je mit einem Podest. Vorne, in der Mitte der Bühne, war der Platz von Bassist Jan, flankiert von den beiden Gitarristen. Der Sound war auffällig gut. Laut genug, druckvoll und differenziert. Insbesondere bei der Art von Musik ein absolutes Muss. Im Live Kontext wurde noch deutlicher als auf Platte klar, dass die Songs der Band hervorragend funktionieren. Selten erlebt man Bands, die rein instrumental so überzeugen. Anfängliche technische Schwierigkeiten am Bass waren schnell behoben und die Band entfaltete bald eine packende Atmosphäre. Die Jungs hatten sichtlich Spaß an der Show und waren voll in ihrem Element. Es dauerte nicht lange, bis der Funke auf die ca. 200 Anwesenden übersprang. Die abwechslungsreichen Songs entfalteten voll ihre Wirkung. Während viele Instrumentalbands oft in atmosphärischen Gefilden hängen bleiben, sorgte Long Distance Calling immer wieder für Akzente in Form von Songs, die tanzbar, moshbar und gleichzeitg einfach nur bestaunbar waren. Das Set konzentrierte sich natürlich auf Songs vom neuen Album, doch auch ältere Tracks kamen zum Zug. Die ca. 90 Minuten Spielzeit vergingen wie im Fluge und natürlich mussten die Jungs zur Zugabe antreten. Long Distance Calling bestätigten auch live, dass Instrumentalmusik alles andere als langweilig ist.
Setlist:
1. Into The Black Wide Open
2. The Figrin D'an Boogie
3. I Know You, Stanley Milgram!
4. Invisible Giants
5. Timebends
6. Aurora
7. Arecibo
8. Apparitions
9. Metulsky Curse Revisited
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10. Black Paper Planes

Rolf Gehring

 

(rg)

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