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Unsane / Harmful /

07.12.2003, München, Feierwerk

Im Feierwerk war ich das letzte mal so gegen 1995, da spielten Shihad ne Headlinershow und seither hat keine Tour, wegen der ich die zwei Stunden nach Minga gegondelt wäre, im Feierwerk Station gemacht. Dementsprechend „schnell“ hab ich auch wieder hingefunden, grummel...
Anyway, der Club gehört in die Kategorie klein aber fein, würd mal sagen, dass er bei Vollbelegung wohl so an die dreihundert Leute gefasst hätte, aber da wärs dann auch schon eng geworden. Das wars an diesem Abend keinesfalls, die 12 Euro Eintrittspreis würde ich mal als akzeptabel bezeichnen, immerhin sind Unsane ja aus den Staaten und das will ja auch alles bezahlt werden mit Flügen, Steuern, Reisekosten, Unterkünfte etc.. Geschätzte 80 Zahlende hatten sich an diesem kalten Sonntagabend eingefunden um zweimal Noise-Core vom Feinsten serviert zu bekommen. Los gings gegen 22 Uhr mit Harmful, die mit dem letzten Song („Deliverance“) ihres aktuellen Albums ins Set einstiegen (der mit den leicht orientalischen Harmonien) und gleich einen weiteren Song von „Sanguine“ nachschoben: die Singel-/ Video-Auskopplung „Open End“. Bassist Chris war vom ersten Ton an in seinem ganz eigenen Stil mehr als engagiert am Tänzeln und Bangen und überhaupt drängten sich einem erneut Vokabeln wie Hingabe, Leidenschaft und authentisch auf beim Anblick der entfesselten Hessen. Entgegen den Erwartungen gabs auch ordentlich Material von zurückliegenden Veröffentlichungen („Vault!“, „You asked for“, „Noxious“ und zum Schluss sogar das traditionelle „Fliessband“), überraschenderweise wurde aber einer der stärksten Songs auf dem neuen Album diesmal nicht dargeboten „I Remember you“ habe wohl nicht nur ich vermisst... Aber so sind sie eben, immer dem eigenen Kopf nach und wenns auch manchmal nicht für alle nachvollziehbar ist. Im Gegensatz zu den zwei Headliner-Shows die ich in den letzten Monaten gesehen habe fehlten auch die liebgewonnene „Johnny Cash“-Ansage vor „Daresay“ und überhaupt hat Sänger Aren für seine Verhältnisse nicht viel mit dem Publikum geredet – wer wollte hatte aber nach der Show wie üblich genügend Möglichkeit mit dem Trio zu quatschen.

Nach zügiger Umbaupause gings dann auch bald mit den drei New Yorkern Unsane weiter – wobei die Bands eigentlich nicht groß hätten umbauen müssen, sah eigentlich kaum verändert aus die Bühne! Das Schlagzeug war ähnlich dimensioniert, der Bass-Platz wurde mit dem Gitarristen getauscht, der fast genau dieselbe Gitarre wie Aren spielte... Unsane waren vor allem eins: laut wie Hölle! Selbst mit Stöpseln fast schmerzlich... Über die gesamte Länge ihres Auftritts waren sie mir aber zu eindimensional. Harmful haben mit ihren ersten beiden Alben fast genauso angefangen wie sie, haben sich aber über die Jahre weiterentwickelt und das fehlt mir bei den US-Boys eben. Sie gingen ebenso engagiert zu Werke wie die Vorband, die Mütze vom Sänger tropfte schon nach wenigen Songs vor Schweiß und sogar die Mundharmonika war mit dabei um die Songs vom vorletzten offiziellen Album „Scattered, Smothered & Covered“ akkurat umzusetzen. Das Problem ist, dass der Anlass der Tour, die Re-Union und die veröffentlichung der Best-Of CD „Lambhouse“ mit kaum Promotion verbunden war und deswegen die Tour auch nicht auf so viel Interesse gestoßen ist, wie man es dem Package gewünscht hätte... Ach ja, funny auch, dass Harmful als Support-Act etwa fünfmal soviel Merch am Start hatten wie Unsane, bei denen konnte man nur nen Kapuzenpulli, ne Picture-LP von „Occupational Hazard“ (für latent überteuerte 20 Euro) und die Best-Of CD kaufen.

(tj)

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