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Helmet / Lockjaw /

09.12.2004, Berlin, SO 36

Ich war erstmals in dem fast schon kultigen Kreuzberger Club und war dann doch etwas überrascht, dass der Laden kleiner ist, als das Maria am Ufer, wo ich am Vorabend bei ...and you will know us by the Trail of Dead war. Aber nach den sechs Jahren Pause müssen Page Hamilton und seine Kumpanen wohl erst mal wieder etwas kleinere Brötchen backen..., ich denke es waren so 450 Leute im Haus.

Beim Betreten des Raums sind Lockjaw schon am rocken und bemühen sich redlich sich von einer guten Seite zu zeigen (dafür gabs wohl auch einen bandinternen Dresscode, alle hatten sie schwarze Shirts/Hemden an und bis auf den Basser wohl auch den gleichen Friseur). Sämtliche Bemühungen der Band wurde aber durch den Sound und die technischen Umstände im Keim erstickt und so sprang der Funken nie richtig über. Erst hörte man über 90% des Sets (das hauptsächlich aus Songs ihres aktuellen „Arrive & Escape“-Albums bestand) den Sänger kaum, dafür war das Schlagzeug zu laut. Stellenweise fielen dann komplett Basser und die Gitarren aus, dass man schon versucht war an Sabotage zu glauben... Es gibt so Tage da läufts einfach nicht und Lockjaw hatten wohl so einen erwischt. Später erfuhr ich dann vom Gitarristen, dass sie keinen Soundcheck hatten, da sie 4 Stunden in nem Stau standen und viel zu spät am Club waren – Shit happens.

Nach der Umbaupause (in der cooler Weise „Cowboys from Hell“ von Pantera lief – warum sollte ich später – leider – noch erfahren) ging das Licht aus, das Adrenalin hoch und da waren sie dann auch: die Page Hamilton All-Stars. Er hat sich ja schon eine fette Mannschaft zusammengestellt (Frank Bello/Ex-Anthrax, Chris Traynor/Ex-Bush u.a., Joey Tempesta/Ex-Rob Zombie u.a.) und dementsprechend gabs auch keine Gnade und es wurde ohne Intro oder ähnlichem ins Set gestartet. Zuerst gabs mit „Pure“ nen älteren Song und die Marschrichtung, danach dann „Smart“ und „Crashing foreign Cars“ vom neuen Album „Size matters“. Anfangs stand ich noch seitlich im vorderen Drittel der Halle, aber bei spätestens bei „Ironhead“ hatten mich auch die neuen Helmet überzeugt und auf Ihrer Seite, der Sound war Zucker, wie ein Schlag ins Gesicht, transparent und druckvoll – ich musste nach vorne! Und da wunderte ich mich dann gleich mal über den seltsamen Spruch auf Bello’s Bass: „R.I.P. Dimebag“. Ich stutzte, konnte mir aber keinen Reim drauf machen und vermutete erst einen etwas derben Scherz, denn seinen Anthrax.Humor hatte der Mann wohl auch zu Helmet mitgebracht: auf seinem Top-Teil prangte ein Aufkleber mit dem Slogan „Masturbate a lot“ und ausserdem thronten mehrere Schoko-Weihnachtsmänner auf seinem Case... Ansonsten war ich mir die ersten Songs gar nicht sicher, ob das überhaupt Frank Bello war, denn der Mann war nonstop am Bangen und hatte also ständig Haare vorm Gesicht– als er dann aber zu seinem Mikro in der Mitte der Bühne ging und Back-Ups sang, konnte man ihn dann erkennen. Das mit dem Singen hat er übrigens ausgesprochen souverän erledigt. Souverän auch seine Kollegen, sowohl Chris Traynor an der linken als auch Page Hamilton mit der rechten Gitarre. Alle waren sie schlicht gekleidet, Traynor in ner Cordhose und nem schwarzen Hemd, Bello in ner Jeans und mit nem schwarzen Shirt und Hamilton mit Bügelfaltenhose und grauem Longsleeve und Shirt. Wenn er noch ne Brille und nen Oberlippenbart gehabt hätte, hätte man ihn mit Ghandi verwechseln können, so sehnig und in Ehren ergraut (inklusive Tonsur!) kam er rüber; seine Oberschenkel waren nur wenig umfangreicher als die Oberarme vom Drum-Tier Tempesta!
Zwischen den Songs kam lange gar nichts von Hamilton, nach vier Songs dann ab und an ein genuscheltes „Dankeschön“ und irgendwann dann die Ansage, dass sie die Show einem Freund widmen. Und zwar Dimebag von Pantera/Damgeplan, der gestern in einem Club während eines Auftrits seiner Band auf der Bühne erschossen wurde – somit war dann sowohl die Musik in der Umbaupause als auch die Aufschrift auf Bellos Bass klar... Hallo??? Wie krank muss man sein um so was durchzuziehen? Und wie derbe muss es sein, als Schlagzeuger mit anzusehen, wie ein Psycho auf die Bühne springt und deinen Bruder hinrichtet? Unfassbar...

Gegen Ende des regulären Sets stellte Hamilton dann noch seine Mitstreiter vor, inklusive des jeweiligen New Yorker Stadtteils aus dem sie stammen...
Als Zugabe des etwa 80 minütigen Sets gabs drei weitere Songs und als krönenden Abschluss „Unsung“. Und als Fazit bleibt nur anzumerken, dass die Band zurück ist – und wie! Hoffentlich ists wahr und sie kommen bald (Mai) wieder für weitere Shows!

Setlist Lockjaw:
Scared
When red Light’s calling
Underground
Child in Spring
Long Walk home
Vacuum
WLW
Golden State
A new Dawning

Setlist Helmet:
Pure
Smart
Chrashing foreign Cars
Exactly what you wanted
See you dead
Ironhead
Enemies
Crisis King
Unwound
Surgery
Everybody loves you
Milque Toast
Last Breath
Wilma’s Rainbow
Meantime

It’s easy to get bored
Birth Defect
Unsung

(tj)

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